
Komet fotografieren mit Nachführung
Die Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen Kometen fotografieren kannst mit deiner Nachführung.
Tipp: Lies jetzt weiter, um meine Anleitung für Winterfotos zu erfahren!
Du solltest niemals die Schneevorhersage in einer gewöhnlichen Wetterapp verwenden. Diese bezieht sich nur auf deinen Standort. Wenn du aber z.B. auf 200m wohnst, aber in einigen Kilometern Entfernung ein 500m hohes Gebirge ist, kannst du den Schnee verpassen.
Daher verwende zur Schneevorhersage immer 2D-Wetterkarten. Diese zeigen dir exakt, wie hoch der Schnee die nächsten Tage sein wird.

In einer ordentlichen Winterlandschaft ist alles weiß. Kontraste zum Fotografieren sind deshalb nicht so sehr vorhanden.
Dein Trick als Landschaftsfotograf ist es nun, nur morgens und abends zu fotografieren. Die Sonne steht tief, die langen Schatten verleihen der Landschaft eine deutlich größere Tiefenwirkung.
Hierzu musst du jedoch beachten, dass der Himmel wolkenfrei sein muss! Lade dir hierzu die VIEWFINDR-App. Diese für Landschaftsfotografen entwickelte App kann einen wolkenfreien Himmel vorhersagen:

Viele haben das nicht auf dem Schirm, dass auch eine mit Raureif besetzte Landschaft ganz wunderbare Winterfotos ergibt.
Zur Vorhersage von Raureif verwendest du am besten den Parameter „Signifikantes Wetter“ von Kachelmannwetter. Dort findest du, markiert als beigen Farbton, Orte, an denen sich Raureif bildet.

Unterschätze nicht, wie hell Schnee ist! Auf den hier gezeigten Foto kannst du sehen, dass die Bereiche in der Schneelandschaft, die direktes Sonnenlicht abbekommen, besonders hell erscheinen.
In deinen Fotos musst du deshalb darauf achten, dass du diese nicht überbelichtest. Dies erreichst du, indem du das Histogramm konsequent nach links belichtest und deine ISO auf der niedrigsten Stufe lässt, um den maximalen Dynamikumfang deiner Kamera zu nutzen.

Leider sorgt der Klimawandel dafür, das eine dichte, länger verweilende Schneedecke im Flachland immer seltener wird. Deshalb musst du herausfinden, welche Gipfel in deiner Nähe hoch genug sind, damit diese regelmäßig Schnee bekommen. Ab etwa 800m über dem Meeresspiegel haben die Gipfel an einigen Tagen im Winter tolle Bedingungen zum Fotografieren.
Am besten suchst du diese Orte mit dem Kartendienst „Google Maps“ heraus, indem du als Hintergrundkarte „Gelände“ auswählst.

Die absolut beste Idee, um dein Winterfoto zu realisieren ist es, auf den entsprechenden Gipfeln in deiner Nähe nach Wetterwebcams zu schauen. Dort kannst du auf einen Blick die Situation bei Neuschnee oder Raureif erfassen und ob sich deine Fototour lohnen wird. Das beste Kameranetz hat Windy:

Das Fotografieren im Winter in Mitteleuropa bietet Landschaftsfotografen eine außergewöhnlich reizvolle Kulisse. Besonders in den Mittelgebirgen und den Alpen entstehen durch Schnee, Raureif und Nebel beeindruckende Szenerien, die es so in keiner anderen Jahreszeit gibt. Diese besonderen Wetterbedingungen verleihen der Landschaft eine fast märchenhafte Atmosphäre und eröffnen zahlreiche kreative Möglichkeiten.
Der Raureif, der sich in kalten Nächten auf Bäumen, Wiesen und Felsen absetzt, sorgt für filigrane Strukturen und faszinierende Lichtreflexe. Gerade bei Sonnenaufgang oder -untergang erstrahlen die mit Eiskristallen überzogenen Landschaften in einem warmen, weichen Licht, das das Fotografieren im Winter besonders lohnenswert macht. Zudem schafft die klare, kalte Luft eine hervorragende Sicht, sodass Bergpanoramen in beeindruckender Schärfe eingefangen werden können.
Ein weiterer reizvoller Aspekt ist der Schnee. Er verwandelt selbst bekannte Landschaften in minimalistische Kunstwerke, in denen Linien und Kontraste neu zur Geltung kommen. Besonders in den Alpen, wo dichte Schneedecken majestätische Gipfel und Täler umhüllen, entstehen imposante Bilder mit hoher Ausdruckskraft. In den Mittelgebirgen wiederum formen Schneeverwehungen und frostbedeckte Bäume eindrucksvolle Strukturen, die dem Bild eine besondere Tiefe verleihen.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Nebel, der Täler und Wälder in eine mystische Stimmung taucht. Wenn sich in den Morgenstunden Nebelschwaden langsam auflösen, entstehen stimmungsvolle Übergänge zwischen Licht und Schatten. Dieses Spiel aus Verhüllung und Offenbarung macht das Fotografieren im Winter besonders spannend, da die Szenerie sich oft innerhalb weniger Minuten völlig verändern kann.
Durch diese einzigartigen Bedingungen bietet das Fotografieren im Winter in Mitteleuropa unvergleichliche Motive. Wer geduldig ist und die richtige Lichtstimmung abwartet, kann atemberaubende Aufnahmen machen, die die Magie dieser Jahreszeit eindrucksvoll einfangen.

Bastian Werner


Seit 2014 bin ich Fototrainer. Meine spezialisierten Fotoreisen bringen dich zu Orten und Motiven, wie du sie bei keinem anderen Anbieter findest!
Der Winter in Mitteleuropa beschränkt sich heutzutage oft auf die Mittelgebirge und die Alpen. Im Flachland sind echte Winterstimmungen für die Landschaftsfotografie selten geworden. Wenn du also beeindruckende Winterlandschaften einfangen möchtest, solltest du deinen Fokus auf die gebirgigen Regionen richten.
Der Klassiker beim Fotografieren im Winter ist zweifellos die makellose Schneelandschaft. Doch diese perfekte Szenerie hält oft nicht lange an: Wind trägt den Schnee von den Bäumen, und Sonnenschein kann ihn schnell in Matsch verwandeln. Deshalb solltest du direkt nach dem Schneefall losziehen und deine Kamera bereithalten. Vielleicht fragst du dich, ob das bedeutet, dass du ständig Wetterkarten beobachten musst.
Um diesen Aufwand zu minimieren, haben wir in VIEWFINDR eine Lösung entwickelt. Mit der VIEWFINDR-App kannst du dir für deine bevorzugten Fotoregionen individuelle Schnee-Wetter-Alarme einstellen. Dank eines speziell entwickelten Algorithmus erhältst du automatisch Benachrichtigungen, wenn ideale Schneebedingungen für die Landschaftsfotografie herrschen. Die App ist kostenlos verfügbar, und der Alarm kann auch ohne Abo genutzt werden. Für detailliertere Wetterinformationen gibt es eine Abo-Option für 3,99 € pro Monat.
Natürlich kannst du auch die klassische Methode wählen: tägliches Überprüfen der Wetterkarten während des Winters. Das Ziel ist klar – unmittelbar nach dem Schneefall aufbrechen, um die beste Szenerie einzufangen. Idealerweise sollten mindestens 10 cm Schnee gefallen sein, damit störende Elemente wie Äste oder Blätter nicht sichtbar sind. Hierbei hilft der Wetterparameter „Neuschnee“. Es gibt stündliche Wetterkarten, die entweder den Neuschnee der letzten Stunde oder den kumulierten Niederschlag über 24 Stunden bzw. den gesamten Vorhersagezeitraum anzeigen.
Für einen schnellen Überblick empfiehlt sich die kumulative Vorhersage. Am Ende des Vorhersagezeitraums siehst du sofort, ob und wo Neuschnee erwartet wird. Entdeckst du in einer interessanten Region mehr als 10 cm Neuschnee, solltest du den Zeitpunkt des Schneefall-Endes herausfinden. Das geht mit der stündlichen Neuschnee-Vorhersage. So kannst du gezielt planen und das Fotografieren im Winter optimal nutzen.

Neuschnee Vorhersage in der VIEWFINDR-App

Neuschnee Vorhersage vom Kachelmannwetter.
Beim Fotografieren im Winter spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Eine weiße Schneelandschaft kann bei grauem Himmel oft flach und kontrastarm wirken, was zu minimalistischen, aber manchmal wenig ausdrucksstarken Bildern führt. Während das für manche Fotografen reizvoll sein mag, bevorzuge ich kräftige Kontraste, intensive Farben und einen eindrucksvollen Himmel. Deshalb mache ich mich erst nach frischem Schneefall auf den Weg, wenn die Lichtverhältnisse ideal sind.
Für beeindruckende Winteraufnahmen sind mindestens eine klare Blaue Stunde und ein wolkenfreier Sonnenaufgang essenziell. Diese Lichtstimmungen verstärken die Kontraste im Schnee, bringen Strukturen besser zur Geltung und verleihen der Landschaft mehr Tiefe. Besonders faszinierend finde ich die rötliche Färbung des Himmels während der Morgendämmerung, die der Szene eine fast magische Atmosphäre verleiht.
Die Vorhersage solcher Lichtstimmungen kann jedoch herausfordernd sein. In einem ausführlichen Artikel erkläre ich, wie sich Himmelsröten gezielt vorhersagen lassen. Doch mit VIEWFINDR musst du dich nicht selbst durch komplexe Wetterdaten arbeiten. Unsere App nutzt einen speziell entwickelten Algorithmus, um zuverlässige Prognosen zu Himmelsröte, Blauer Stunde und wolkenfreien Sonnenaufgängen zu liefern.
Das Beste daran: Mit dem automatischen Wetteralarm bleibst du stets informiert, wann ideale Bedingungen für das Fotografieren im Winter herrschen. So kannst du gezielt planen und sicherstellen, dass deine Bilder die besondere Magie der Winterlandschaft einfangen. Wenn du also das volle Potenzial des Winters nutzen möchtest, solltest du nicht nur auf Schnee, sondern vor allem auf das richtige Licht achten.

Die Himmelsröte in der VIEWFINDR-App
Die zweithäufigste Winterlandschaft neben klassischem Schnee wird von Raureif und Raueis geprägt. Diese faszinierenden Naturphänomene entstehen, wenn eine Landschaft bei Minusgraden von dichtem Nebel umhüllt ist. In diesem Nebel bleiben winzige Wassertropfen flüssig, gefrieren jedoch sofort, sobald sie auf Pflanzen, Zweige oder andere Oberflächen treffen. Je länger eine Region diesen Bedingungen ausgesetzt ist, desto dicker wird die Eisschicht auf der Vegetation. Als grobe Regel gilt: Eine sichtbare Raureif- oder Raueisbildung benötigt mindestens 24 Stunden Nebel bei frostigen Temperaturen. Nach 72 Stunden verwandelt sich die Landschaft oft in ein märchenhaftes Winterwunderland, das die Schönheit einer herkömmlichen Schneedecke sogar übertreffen kann.
Das Fotografieren im Winter bietet hier einzigartige Möglichkeiten, besonders wenn man Raureif gezielt vorhersagen kann. Mit der VIEWFINDR-App haben wir einen speziellen Nebel-Parameter mit einer Raureif-Anzeige integriert. Bereiche, in denen Nebel mit Minusgraden auftritt, werden rot markiert. Die genaue Vorhersage ist jedoch herausfordernd, da sich Raureif über mehrere Stunden hinweg bildet. Daher musst du in der App selbst prüfen, wie lange eine Region bereits von Nebel umhüllt ist. Eine hilfreiche Methode zur Kontrolle ist der Blick auf Webcams aus der betreffenden Region, da Wettermodelle die exakte Lage und Intensität der Nebelschicht oft nicht genau wiedergeben.
Raueis tritt vor allem in den Mittelgebirgen und Alpen auf. Dort können Gipfel tagelang von einer dicken Eisschicht überzogen sein. Anders als Raureif benötigt es nicht zwingend klassischen Nebel – bereits feuchtes Nordwestwetter bei frostigen Temperaturen in höheren Lagen kann zur Bildung führen. Häufig sind Gipfel während eines Schneefalls in tiefen Wolken verborgen, sodass der Schnee direkt an den Pflanzen und Felsen haften bleibt.
Ein weiterer faszinierender Effekt in diesen Höhenlagen ist der sogenannte Venturi-Effekt. Durch starke Winde, die über die Berggipfel fegen, erhöht sich die Windgeschwindigkeit lokal, wodurch exponierte Gipfel oft baumfrei bleiben, selbst wenn sie unterhalb der eigentlichen Baumgrenze liegen. Je stärker der Wind, desto mehr gefrieren die Wassertröpfchen an der Vegetation, was zu besonders dicken Raueisschichten führt. Um solche Bedingungen gezielt für das Fotografieren im Winter zu nutzen, lohnt sich ein Blick auf Live-Webcams in den Gipfelregionen.
Mit der richtigen Planung und den passenden Wetterbedingungen entstehen so beim Fotografieren im Winter außergewöhnliche Aufnahmen von frostüberzogenen Landschaften, die in ihrer Struktur und Atmosphäre einzigartig sind.

Raureif bedeckt die Bäume im Pfälzerwald.

Raureif in der VIEWFINDR-App wird in rot dargestellt.
Damit sich beeindruckende Eisschichten auf Seen und Flüssen bilden, sind mehrere Tage mit durchgehenden Minusgraden erforderlich. Die Höhe über dem Meeresspiegel (NN) spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn Bergseen frieren deutlich schneller zu als Gewässer in tieferen Lagen. Ebenso beeinflusst die Fließgeschwindigkeit die Eisbildung: Langsam fließende Flüsse wie die Spree in Berlin gefrieren weit früher als große, reißende Ströme wie der Rhein.
Ein besonders faszinierendes Naturschauspiel bei schneefreiem Frost sind Eisschollen und die vielfältigen Strukturen, die sich auf der Eisoberfläche bilden. Damit diese Muster gut sichtbar bleiben, sollte es nach der Eisbildung nicht schneien – denn eine Schneeschicht würde entweder festfrieren oder die Details verdecken. Genau solche Bedingungen bieten ideale Motive für das Fotografieren im Winter.
Wenn anhaltende Kälte ohne Schneefall vorhergesagt wird, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um sich auf die Suche nach diesen spektakulären Eisformationen zu machen. Die Vorhersage dafür ist relativ einfach: Eine klassische Wetter-App oder der tägliche Wetterbericht reichen aus, um eine bevorstehende Kältewelle zu erkennen. Besonders hilfreich ist es, einige Webcams im Blick zu behalten, die Gewässer in deiner Region zeigen, um die Eisbildung direkt zu beobachten.
Vor allem bei Bergseen gibt es viele unvorhersehbare Faktoren, die die Eisbildung beeinflussen – darunter die Temperaturentwicklung zu Winterbeginn, die Gewässertiefe oder lokale Temperaturunterschiede. Daher ist eine exakte Prognose schwierig. Doch sobald die Temperaturen anhaltend unter null Grad bleiben, steigen die Chancen, faszinierende Eismuster zu entdecken und sie beim Fotografieren im Winter optimal in Szene zu setzen.

Strukturen in einer gefrorenen Pfütze.

Eisblumen an einer Scheibe.

Die Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen Kometen fotografieren kannst mit deiner Nachführung.

Das weiß kaum jemand: Es gibt Kameras, bei denen höhere ISO-Stufen weniger Rauschen erzeugen, als die nächst niedrigere ISO-Stufe! Erfahre, warum.

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Bastian
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