
Komet fotografieren mit Nachführung
Die Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen Kometen fotografieren kannst mit deiner Nachführung.
Professionelle Fotografen nutzen Digital Locationscouting, um effizient neue Fotospots zu finden und ihre Shootings optimal zu planen. Mithilfe moderner Technologien wie Google Maps, Google Earth und spezialisierten Plattformen wie ShotHotspot oder Locationscout können sie potenzielle Orte bereits im Voraus erkunden. Diese Tools ermöglichen es, Geländeformen, Lichtverhältnisse und sogar Wetterbedingungen zu analysieren, bevor sie sich auf den Weg machen.
Social Media spielt ebenfalls eine große Rolle beim Entdecken neuer Locations. Plattformen wie Instagram oder Pinterest bieten unzählige Inspirationen, während Fotografie-Communities und Foren wertvolle Tipps von anderen Fotografen liefern. Durch Hashtags oder Geotags lassen sich oft versteckte Orte aufspüren, die nicht in klassischen Reiseführern zu finden sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nutzung von Drohnenaufnahmen und virtuellen Rundgängen, um einen noch besseren Eindruck von potenziellen Locations zu gewinnen. So lassen sich besondere Perspektiven und Bildkompositionen bereits im Voraus planen.
Digital Locationscouting spart Zeit und hilft Fotografen, gezielt die besten Fotospots zu finden. Durch eine gründliche Vorbereitung können sie sicherstellen, dass die Location ihren kreativen Vorstellungen entspricht und dass das Shooting unter optimalen Bedingungen stattfindet.

Bastian Werner
Das öffentliche Internet und Google sind untrennbar miteinander verbunden. Viele Menschen sind täglich auf geografische Daten angewiesen, sei es für die Navigation mit dem Auto, die Suche nach der nächsten Postfiliale oder die Planung eines Ausflugs am Wochenende. Oft nehmen wir gar nicht bewusst wahr, wie häufig wir diese Standortinformationen nutzen. Unser Smartphone verbindet sich ständig mit verschiedenen Diensten, um Standortdaten auszutauschen. Selbst wenn du einen Online-Shop besuchst, kann die Website im Hintergrund deinen Standort ermitteln und dir eine entsprechend angepasste Benutzeroberfläche oder Produktauswahl präsentieren.
Diese Technologien kannst du dir zunutze machen, um gezielt Fotospots zu finden und eine persönliche Karte mit interessanten Orten zu erstellen. So hast du jederzeit eine Sammlung vielversprechender Locations griffbereit – direkt auf deinem Smartphone. Ich persönlich nutze dafür Google Maps, da der Dienst es mir ermöglicht, meine gespeicherten Orte online abzulegen und von überall mit Internetverbindung darauf zuzugreifen.
Allerdings solltest du deine Fotospots nicht direkt in Google Maps speichern. Die Sortierung ist dort unpraktisch, und es stehen nur vier verschiedene Designs für Ortsmarken zur Verfügung. Zudem lassen sich keine zusätzlichen Informationen hinterlegen. Eine bessere Lösung bietet Google MyMaps, eine Erweiterung von Google, die auf Google Maps basiert.
Google MyMaps ist etwas versteckt. Um darauf zuzugreifen, öffnest du zunächst Google Maps und klickst oben links auf das Menü. Unter dem Punkt „Meine Orte“ findest du nicht nur bereits gespeicherte Karten, sondern auch die Option, eine neue Karte in MyMaps zu erstellen. Wähle diese Option aus, und du gelangst in das Menü, in dem du zwischen bereits vorhandenen Karten wählen oder eine neue anlegen kannst.
Wenn du eine neue Karte erstellst, kannst du deine persönlichen Fotospots finden, markieren und individuell kategorisieren. Der Vorteil dabei ist, dass du hier eine wesentlich bessere Struktur nutzen kannst. Ich selbst habe mehrere solcher Karten, in denen ich potenzielle Locations speichere. Falls du dich also auf eine Fotoreise vorbereitest oder gezielt neue Fotospots finden möchtest, ist Google MyMaps ein praktisches Tool, um all deine Entdeckungen übersichtlich zu verwalten.



Oben links findest du das Menü, über das du alle Informationen in deine Karte eintragen kannst. Innerhalb einer Karte hast du die Möglichkeit, mit verschiedenen Ebenen zu arbeiten. Du kannst bis zu zehn Ebenen hinzufügen, was dir eine strukturierte Organisation deiner Fotospots ermöglicht.
Eine sinnvolle Herangehensweise ist es, für jede Region, in der du fotografieren möchtest, eine eigene Karte zu erstellen. So kannst du beispielsweise getrennte Karten für den Pfälzerwald, den Schwarzwald, Brandenburg oder Rügen anlegen. Ich empfehle dir, nicht alle Fotospots in einer einzigen Karte zu sammeln, da dies schnell unübersichtlich wird. Stattdessen solltest du auch für jede Fotoreise eine separate Karte erstellen. Das hilft dir dabei, gezielt Fotospots zu finden und deine Planung übersichtlich zu gestalten.


Seit 2014 bin ich Fototrainer. Meine spezialisierten Fotoreisen bringen dich zu Orten und Motiven, wie du sie bei keinem anderen Anbieter findest!
Wenn du auf den Namen einer Ebene klickst, kannst du ihr einen neuen Titel geben. Mit dem Häkchen daneben lässt sich eine Kartenebene ganz einfach ein- oder ausblenden. Diese Funktion ist besonders praktisch, um Fotospots gezielt zu organisieren und bei Bedarf nur relevante Orte anzuzeigen.
In meiner Wetterfotografie nutze ich diese Möglichkeit aktiv, indem ich meine Fotolocations nach bestimmten Wetterphänomenen sortiere. Meine Ebenen tragen beispielsweise Namen wie „Abendrot“, „Morgenrot“, „Schnee“ oder „Gewitter“. Wenn ich abends ein beeindruckendes Abendrot fotografieren möchte, blende ich nur die entsprechende Ebene ein. So sehe ich auf einen Blick alle passenden Spots und kann gezielt den besten Ort für meine Aufnahme auswählen. Diese Methode hilft enorm dabei, schnell geeignete Fotospots zu finden.

Wenn du einen neuen Spot in deine Karte eintragen möchtest, solltest du darauf achten, ihn der richtigen Ebene zuzuweisen. Der blaue Balken am linken Rand zeigt dir an, welche Ebene du gerade bearbeitest.
Um einen Fotospot hinzuzufügen, musst du zuerst den entsprechenden Ort auf der Karte finden. Dazu kannst du hineinzoomen oder die Suchleiste nutzen, um dich in die Nähe des gewünschten Spots zu bringen. Falls du bereits die exakten Koordinaten hast, kannst du diese direkt eingeben. Zur besseren Orientierung lohnt es sich, die Ansicht auf die Satellitenkarte umzustellen. Diese Option findest du unterhalb der Ebenen, wo du die Basiskarte ändern kannst.
Angenommen, du möchtest einen Fotospot für das Abendrot in der Nähe von Schloss Neuschwanstein festlegen, beispielsweise auf dem Tegelberg. Dafür wählst du in der Werkzeugleiste den Ortsmarker aus und setzt ihn genau an die Stelle, an der du fotografieren möchtest. Um später schnell den richtigen Spot zu erkennen, solltest du eindeutige Namen verwenden. Da es rund um Schloss Neuschwanstein mehrere Fotospots gibt, ist es sinnvoll, zuerst das Hauptmotiv zu benennen und anschließend eine genauere Bezeichnung für den jeweiligen Standort hinzuzufügen. So lassen sich Fotospots finden und übersichtlich organisieren.

Zu jedem Fotospot hast du die Möglichkeit, Medien hinzuzufügen. Nachdem du den Spot gespeichert hast, kannst du ihn erneut anklicken und über das kleine Kamerasymbol verschiedene Medien hochladen. Diese Funktion solltest du nutzen, um deine Karte übersichtlicher und informativer zu gestalten.
Allerdings gibt es eine Herausforderung: Wenn du einen Fotospot finden möchtest, den du noch nie selbst besucht hast, hast du logischerweise auch keine eigenen Aufnahmen davon. Um dieses Problem zu umgehen, gibt es mehrere Optionen. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, einen direkten URL zu einem Foto zu verwenden. Google kann dieses Bild dann automatisch deinem Fotospot hinzufügen.
Falls kein direkter URL verfügbar ist – beispielsweise, weil du das Foto auf Instagram oder einer Plattform ohne direkte Bildlinks gesehen hast – kannst du auf eine andere Methode zurückgreifen. Laut deutschem Urheberrecht ist es erlaubt, private Kopien urheberrechtlich geschützter Inhalte zu erstellen. Solange deine Karte in Google MyMaps nicht mit anderen geteilt wird, kannst du also Screenshots von Bildern speichern und diese zu den Fotospots hinzufügen, die du besuchen möchtest. So kannst du deine persönliche Sammlung erweitern und gezielt interessante Fotospots finden.
Für eine genauere rechtliche Einschätzung kannst du dich hier informieren:
Bundeszentrale für politische Bildung – Urheberrecht in der Cloud

Wenn du neben dem Namen einer Ebene auf die drei Punkte klickst, öffnet sich ein Menü mit verschiedenen Optionen. Hier kannst du unter anderem die Tabellenansicht deiner gespeicherten Fotospots öffnen. Diese Tabellenansicht bietet dir die Möglichkeit, weitere Spalten hinzuzufügen, um deine Spots besser zu organisieren. Jede Zeile entspricht dabei einem Fotospot, den du auf der Karte markiert hast.
Fügst du eine neue Spalte hinzu, kannst du direkt bei einem gespeicherten Spot zusätzliche Informationen eintragen, ohne erst die gesamte Tabelle aufrufen zu müssen. Das erleichtert das Bearbeiten und spart Zeit beim Erstellen neuer Einträge.
Die Tabelle kann individuell an deine Bedürfnisse angepasst werden. So kannst du beispielsweise Spalten für wichtige Details wie Wanderzeit, Streckenlänge, benötigte Brennweiten oder passende Filter anlegen. Alles, was dir hilft, optimal vorbereitet zu sein, kannst du hier festhalten. Damit stellst du sicher, dass du zu einem späteren Zeitpunkt alle relevanten Infos griffbereit hast, ohne erst erneut recherchieren zu müssen. Das macht es umso einfacher, gezielt Fotospots zu finden und deine Aufnahmen effizient zu planen.

Die Planung und das Fotografieren sind zwei getrennte Prozesse. Die Vorbereitung auf einen Fotospot erfolgt idealerweise zu Hause am PC, da du dort bequem recherchieren und neue Motive entdecken kannst. Das eigentliche Fotografieren hingegen findet unterwegs statt – meist hast du dabei nur dein Smartphone zur Hand.
Damit du deine gespeicherten Fotospots jederzeit abrufen kannst, solltest du dir die Google Maps App installieren. Auf Android-Geräten ist sie standardmäßig vorhanden. In der App sind deine persönlichen Karten allerdings etwas versteckt. Um darauf zuzugreifen, melde dich mit deinem Google-Konto an. Wichtig ist, dass du dasselbe Konto verwendest, mit dem du auch am PC arbeitest.
Sobald du eingeloggt bist, tippe unten auf „Gemerkt“. Danach musst du bis ganz nach unten scrollen, wo du die Option „Karten“ findest. Dort kannst du deine zuvor erstellten Karten aufrufen und die gewünschten Fotospots finden. Beachte jedoch, dass Google Maps die Karte beim Beenden der App manchmal nicht speichert. In diesem Fall musst du sie erneut über das Menü auswählen, um darauf zuzugreifen.

Bevor du deine Karte teilst, solltest du sicherstellen, dass du keine Bilder hochgeladen hast, an denen du nicht die Urheberrechte besitzt. Das Einfügen von Bildern über einen URL ist hingegen unproblematisch.
Es gibt zwei Möglichkeiten, deine Karte weiterzugeben: Du kannst sie entweder mit anderen teilen oder gezielt Mitarbeiter hinzufügen. Falls du deine Karte nur mit bestimmten Personen weitergeben möchtest, gehe ins Menü und klicke oben links über den Ebenen auf „Teilen“. Dort kannst du andere Nutzer mit einem Google-Konto zur Karte einladen. Diese Methode ist besonders sicher, da nur die hinzugefügten Personen Zugriff erhalten.
Du kannst außerdem festlegen, ob die eingeladenen Nutzer die Karte nur ansehen oder auch bearbeiten dürfen. Die Anzeigefunktion eignet sich, wenn du deine Fotospots finden und anderen zeigen möchtest. Falls du jedoch gemeinsam mit Freunden an einer Karte arbeiten willst, solltest du die Bearbeitungsfunktion aktivieren, sodass ihr Fotospots gemeinsam pflegen und ergänzen könnt.

Eine weitere Möglichkeit, deine gespeicherten Fotospots zu nutzen, ist das Exportieren deiner Karte in eine KML- oder KMZ-Datei. Diese Option findest du, wenn du im Menü neben dem Namen deiner Karte auf die drei Punkte klickst. Das Format kann von verschiedenen kartenbasierten Anwendungen gelesen werden, darunter auch Wander-Navis für Smartphones.
Falls du deine Karte in einer anderen Navigations-App nutzen möchtest, solltest du dich vorher informieren, welche Apps KML/KMZ-Dateien unterstützen. So kannst du sicherstellen, dass deine gespeicherten Standorte und Routen problemlos übernommen werden. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn du unterwegs bist und deine Fotospots finden möchtest, ohne direkt auf Google MyMaps zugreifen zu müssen.
Allerdings gibt es eine Einschränkung: Der Export ist eine Einbahnstraße. Falls du später Änderungen in MyMaps vornimmst, musst du die Datei erneut exportieren und manuell in dein Navigationsprogramm hochladen. KML/KMZ-Dateien kannst du auch mit Freunden teilen, allerdings hast du hier kaum Kontrolle darüber, wo deine Daten letztendlich gespeichert oder weitergegeben werden. Daher solltest du sorgfältig überlegen, mit wem du deine Karten teilst, insbesondere wenn du exklusive Fotospots finden und für dich behalten möchtest.

Um deine Karten mit neuen Fotomotiven zu füllen, ist es notwendig, diese zuerst zu recherchieren. Fotoplattformen sind dabei eine gute Anlaufstelle. Ein häufiges Problem bei diesen Plattformen ist jedoch, dass oft keine Ortsangaben zu den Fotos gemacht werden. Wenn du also nur allgemeine Suchbegriffe wie „Sonnenuntergang“ oder „Aussichtspunkt“ verwendest, erhältst du eine Vielzahl von Motiven, die visuell passen, aber nicht unbedingt an einem bestimmten Ort festzumachen sind. Um gezielt Motive in einer bestimmten Region zu finden, solltest du den Ortsnamen in deine Suche einbeziehen.
Für mich persönlich ist es effektiver, direkt nach Regionen zu suchen, anstatt nach spezifischen Motiven. Viele Plattformen, wie Flickr, bieten keine Möglichkeit, über die Suchfunktion gezielt nach Natur- oder Landschaftsfotos zu filtern. Wenn du beispielsweise „Dresden“ eingibst, wirst du viele Porträtfotos finden. Um die Ergebnisse einzugrenzen, kannst du „Architektur“ hinzufügen. In bestimmten Regionen, wie dem „Elbsandsteingebirge“, wirst du jedoch vor allem Landschaftsfotos finden.
Sobald du deine Suchergebnisse erhältst, wirst du feststellen, dass nur wenige Fotos mit einer Ortsangabe versehen sind. Du musst also Glück haben. Ich gehe auf Flickr so vor: Wenn mir ein Foto gefällt, halte ich die „Strg“-Taste gedrückt und klicke auf das Foto, um es in einem neuen Tab zu öffnen. Ich wiederhole diesen Vorgang, bis ich genug interessante Bilder gesammelt habe. Danach gehe ich jedes Foto durch und prüfe, ob eine Ortsangabe vorhanden ist. Falls ja, wird neben den EXIF-Daten eine kleine Karte angezeigt, die den Fotospot identifiziert.

Wenn du auf das kleine Symbol der Landkarte klickst, öffnet sich die genaue Location auf der Karte. Diese wird durch ein spezielles Sonnensymbol hervorgehoben. Ein weiteres bemerkenswertes Feature auf Flickr ist, dass auch andere Fotos, die in der Nähe des ausgewählten Fotospots aufgenommen wurden, auf der Karte erscheinen. So hast du die Möglichkeit, zu einem einzigen Fotomotiv eine Vielzahl von verschiedenen Perspektiven und Aufnahmen zu entdecken. Durch einen Klick auf den magentafarbenen Punkt kannst du diese Fotos öffnen und vielleicht eine interessantere Perspektive finden, die dir bei deiner Fotorecherche weiterhilft.

Es wird etwas schwieriger, den Spot später in deiner eigenen MyMaps-Karte wiederzufinden, da Flickr leider keine direkten Koordinaten anzeigt. Um diesen Spot zu markieren, kannst du dir zunächst einige POIs (Points of Interest) wie Ortsnamen merken und diese dann in die Suchfunktion von MyMaps eingeben. So gelangst du schnell zum richtigen Ort.
Nachdem du die Karten verglichen hast, kannst du den Spot genau auf deiner Karte vermerken. In den EXIF-Daten von Flickr siehst du oft auch, welches Objektiv der Fotograf verwendet hat, was dir bei der Planung deines eigenen Shootings helfen kann. Auf der MyMaps-Karte kannst du zudem nach Parkplätzen suchen und diese nützlichen Informationen ebenfalls in deine Fotospots aufnehmen. Wenn deine Karte nicht für andere zugänglich ist, kannst du sogar einen Screenshot von Flickr machen und das Bild als Referenzfoto zu deinem Fotospot hinzufügen.

Die Inhalte auf Instagram sind bekanntlich sehr kurzlebig. Fotografien und Videos verschwinden oft nur wenige Stunden nach dem Hochladen aus den Feeds der Nutzer. Diese Vergänglichkeit mache ich mir zunutze. Beim digitalen Locationscouting geht es häufig darum, aktuelle Informationen zu einem Motiv zu finden. Zum Beispiel, ist das Schloss noch verhüllt? Wie viel Schnee liegt derzeit auf dem Brocken?
Oder ist das Herbstlaub in den Alpen schon orange gefärbt? Nutzer laden ständig neue Inhalte aus ihrem Alltag auf Instagram hoch, allerdings nicht unbedingt mit dem Ziel, dir als Naturfotografen die aktuellen Gegebenheiten einer Landschaft zu zeigen. Doch genau diese Informationen bekomme ich durch Instagram.
Wenn Menschen bestimmte Orte besuchen und diese auf Instagram teilen, versehen sie ihre Fotos oft mit Hashtags, die zum jeweiligen Ort passen. Besonders Fotografen und Influencer posten selten aktuelle Fotos, da diese in der Regel zu Hause bearbeitet und dann zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Daher suchst du weniger nach den schönsten Fotografien von Fotografen, sondern nach den neuesten Aufnahmen, die Privatpersonen in Echtzeit gepostet haben.
Mit der Hashtag-Suche auf Instagram kannst du einfach den Namen des Ortes eingeben, etwa „Brocken“ oder „SchlossNeuschwanstein“. Die Suchergebnisse werden zunächst nach „Top“ sortiert, aber du kannst das auf „Neueste“ umstellen. So bekommst du teils Minuten alte Bilder, die direkt vor Ort aufgenommen wurden. Achte besonders auf kleinere Accounts, die ihre persönlichen Erlebnisse teilen, da diese keine geplanten Postings haben und du so aktuelle Eindrücke eines Ortes bekommst.

Eine weitere Möglichkeit, interessante Fotospots zu entdecken, ist über Instagram, indem du lokale Fotografen und sogenannte „Hubs“ aufspürst. Du kannst die Hashtag-Suche nach „Top“ sortieren und nach besonders faszinierenden Nutzern Ausschau halten. Vielleicht stößt du auf einen Fotografen aus der Region, der regelmäßig viele Bilder aus einer bestimmten Gegend postet. In diesem Fall kannst du sein Profil durchstöbern und weitere Fotospots finden.
Es gibt auch sogenannte „Hubs“ für fotografisch interessante Orte. Dabei handelt es sich entweder um Tourismusseiten oder private Profile, die sich darauf spezialisiert haben, die schönsten Fotos einer Region zu sammeln und zu teilen. Diese Hubs bieten oft detaillierte Informationen darüber, wann, wo und von wem ein Foto aufgenommen wurde. So kannst du bestimmte Orte schnell herausfinden. Wenn ich beispielsweise „Bretagne“ auf Instagram eingebe, finde ich sofort mehrere solcher Profile. Ich schaue mir die Bilder an, die mich interessieren, und versuche dann herauszufinden, wo genau dieser Fotospot zu finden ist. Ein gutes Beispiel wäre ein Foto von einer Burg – wo wurde es aufgenommen? Mehr dazu erfährst du in der nächsten Lektion.

Die digitale Rekonstruktion besteht darin, vorhandene Informationen zu einem Foto zu sammeln, um den genauen Aufnahmeort auf einem Satellitenbild zu lokalisieren. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei Motiven, die eine gewisse Einzigartigkeit oder Größe aufweisen. Das bedeutet, dass du für große, markante Objekte wie Berge, Bergseen, Schlösser oder Aussichtspunkte einen bestimmten Ort finden kannst. Ein unscheinbarer Baum im Wald wäre hingegen nicht auf diese Weise zu ermitteln.
Falls du keine Koordinaten zu einem Foto finden kannst, wie zuvor auf Flickr beschrieben, ist es wichtig, die Informationen, die du hast, zu nutzen, um zumindest eine Region herauszufinden. Oft sind solche Angaben im Titel, in der Beschreibung oder in den Hashtags des Fotos zu finden. Wenn diese fehlen, kannst du versuchen, mehr über den Fotografen zu erfahren – vielleicht ist er in einer bestimmten Region ansässig, was dir weiterhelfen könnte.
Mit diesen Hinweisen kannst du dann zur Google-Suche übergehen. Denn in den meisten Fällen ist ein Foto von einem markanten Motiv nicht das einzige. Wenn du zum Beispiel eine Burg entdeckst, deren Name erkennbar ist, kannst du den Ortsnamen direkt in Google Maps eingeben und nach der Burg suchen. Zuerst gilt es, das Motiv zu finden.
Sobald du das Motiv auf dem Satellitenbild entdeckt hast, musst du die Umgebung des Ortes genau analysieren, denn jetzt ist dein räumliches Denkvermögen gefragt. Du musst die Details im Foto mit der Draufsicht des Satellitenbildes abgleichen. Glücklicherweise ist dies nicht zu schwierig. Der Standort des Fotografen ist ein Punkt auf dem Satellitenbild, von dem aus du alle markanten Elemente im Foto mit geraden Linien verbinden kannst.
Wenn du mindestens drei markante Elemente, die im Foto zu sehen sind, auf dem Satellitenbild wiederfindest, kannst du sie mit Linien zum Standort des Fotografen in Verbindung bringen. Dabei ist es wichtig, die logische Reihenfolge der Objekte zu beachten. Ein Beispiel: Wenn im Hintergrund zwei angestrahlte, runde Türme zu sehen sind und diese jeweils einen kleinen Erker auf dem Dach haben, der im Foto nach links zeigt, kannst du daraus schließen, dass sich der Fotograf östlich dieser Türme befunden haben muss. Wäre er westlich von ihnen gewesen, wären die Erker im Foto nach rechts verschoben.
Weiter vorne im Foto sind drei weitere markante Türme sichtbar. Der Abstand zwischen diesen Türmen variiert – der linke Turm steht weiter entfernt vom mittleren als der rechte Turm. Auf dem Satellitenbild befinden sich diese Türme östlich der beiden Türme im Hintergrund. Wenn du diese Türme nun mit Linien verbindest, kannst du eindeutig den Standort des Fotografen ermitteln.
Mit dieser Methode lässt sich praktisch jedes Foto mit großen, markanten Objekten auf einem Satellitenbild rekonstruieren. Du musst lediglich eine grobe Vorstellung von der Region haben, in der sich das Motiv befindet.

Die Lichtrichtung spielt eine entscheidende Rolle bei der Fotografie. Sie hilft dir, den besten Zeitpunkt und die beste Jahreszeit für bestimmte Aufnahmen zu planen. Wenn du tiefer in die Wetterfotografie eintauchen möchtest, wirst du feststellen, dass Wetter und Licht die wichtigsten Faktoren für ein gelungenes Foto sind. Was du langfristig für dein Motiv planen kannst, ist der Stand der Sonne. Dabei gibt es zwei konträre Situationen: Gegenlicht und Auflicht. Möchtest du die Sonne in deinem Bild haben, etwa beim Sonnenauf- oder -untergang, oder soll das Licht der Sonne dein Objekt beleuchten?
Für einen bestimmten Tag im Jahr stehen sich diese beiden Situationen um 180° gegenüber. Wenn der Sonnenaufgang im Nordosten ist, dann ist dies deine Fotorichtung für Gegenlicht. Gleichzeitig würdest du nach Südwesten fotografieren, wenn das Licht auf deinem Motiv landen soll. Überlege dir, welche Lichtsituation deinem Motiv am meisten schmeichelt.
Wenn du dein Motiv von einem ganz bestimmten Standort, Blickwinkel und zu einer bestimmten Lichtsituation fotografieren möchtest, kannst du im Voraus herausfinden, an welchem Zeitpunkt des Jahres die Sonne perfekt steht. Auf der Website www.sonnenverlauf.de kannst du für jeden Ort und jedes Datum den exakten Stand der Sonne berechnen.
Wenn du die richtige Fotorichtung für dein Motiv gefunden hast, kannst du herausfinden, zu welcher Jahreszeit die Sonne in dieser Richtung steht. Gehe dazu mit dem Fadenkreuz genau an den Ort, an dem du später stehen möchtest, und teste verschiedene Daten, bis du den Zeitpunkt gefunden hast, an dem die Sonne genau in der gewünschten Himmelsrichtung steht. Diesen Zeitraum kannst du dir merken und in MyMaps speichern, damit du genau weißt, wann sich die Lichtsituation für dein Motiv perfekt eignet.

Die 2D-Methode auf Sonnenverlauf.de funktioniert gut, wenn die Landschaft flach ist. In bergigen Regionen ist diese Methode jedoch nur nützlich, um eine ungefähre Jahreszeit zu bestimmen, in der die Sonne im richtigen Winkel zu deinem Motiv steht. Dieses Datum kannst du dann als Grundlage für die Nutzung von Google Earth verwenden. Es ist einfacher, über Sonnenverlauf.de das passende Datum herauszufinden, als direkt in Google Earth nach der Sonne zu suchen.
Wenn du die Desktopversion von Google Earth öffnest, gehe zunächst an den Standort, den du fotografieren möchtest. Wechsle dann zur 3D-Ansicht und richte die Blickrichtung so aus, dass sie deiner geplanten Fotorichtung entspricht. In der Menüleiste findest du ein kleines Sonnensymbol – klicke darauf. Google Earth zeigt dir nun den genauen Sonnenstand an. Um das Datum einzustellen, das du zuvor auf Sonnenverlauf.de recherchiert hast, klickst du auf das kleine Schraubenschlüsselsymbol. Mit dem blauen Zeitbalken kannst du nun die Sonne verschieben und beobachten, wann sie genau hinter dem Berg hervorkommt. So kannst du sicherstellen, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist, um das gewünschte Licht einzufangen.


Die Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen Kometen fotografieren kannst mit deiner Nachführung.

Das weiß kaum jemand: Es gibt Kameras, bei denen höhere ISO-Stufen weniger Rauschen erzeugen, als die nächst niedrigere ISO-Stufe! Erfahre, warum.

Du willst einmal richtig nah an einen Tornado? Hast du denn überhaupt das Zeug zum Stormhunter?
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Bastian
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