
Komet fotografieren mit Nachführung
Die Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen Kometen fotografieren kannst mit deiner Nachführung.
Tipp: Lies weiter, wenn du genauer wissen möchtest, wie du die Milchstraße fotografierst!
Zur Korrektheit: Die Milchstraße ist das gesamte Jahr über zu sehen. Jeder Stern, den du am Nachthimmel fotografieren kannst, ist Teil der Milchstraße. Was Fotografen als „die Milchstraße“ bezeichnen ist das sogenannte Galaktische Zentrum. Es ist der Teil des Nachthimmels, bei dem wir in Richtung des Mittelpunkts unserer Galaxie fotografieren.
Während unserer Reise um die Sonne ändert sich diese Richtung, in die wir fotografieren müssen im Jahresverlauf. Generell ist das Galaktische Zentrum nur von April bis September gut zu sehen. Nutze die kostenlose Software „Stellarium“, als App oder auf dem PC, um die Richtung zu planen.
Stellarium ist DIE Software zur Milchstraßenfotografie.

Je heller der Mond, umso mehr stört das Licht und erhellt den Nachthimmel. Der Kontrast zwischen Nachthimmel und den Nebeln der Milchstraße nimmt in deinem Foto ab. Aus diesem Grund ist etwa ab einem Viertelmond keine Milchstraßenfotografie ohne Hilfsmittel möglich.
Die Idee ist einfach: Wenn Mond am Himmel, dann keine Milchstraßenfotos. Schaue daher nach, an welchen Terminen während der Saison von April bis September das überhaupt der Fall ist. Trage dir die Termine in den Kalender, damit du sie nicht verpasst!

Sicherlich wirst du einmal bemerkt haben, dass du in der Innenstadt kaum Sterne am Nachthimmel siehst. Aus diesem Grund musst du in eine Gegend ohne sogenannte „Lichtverschmutzung“ fahren. Die Lichtverschmutzung überlagert das schwache Licht der Milchstraße und verhindert, dass du ein Foto davon machen kannst.

Du hast mit dem Mondverlauf die Tage ohne Mond gefunden und einen dunklen Standort mit der Lichtverschmutzung geplant. Jetzt können dir nur noch Wolken deinen Fototermin mit der Milchstraße versauen. Etwa 2-3 in die Zukunft kannst du zuverlässig mit 2D-Wetterkarten schauen, ob es in deiner Umgebung wolkenfrei bleiben wird.

Durch die Änderung der Himmelsrichtung im Verlaufe des Jahres musst du auch andere Orte aufsuchen, wenn es um die Lichtverschmutzung geht. Es reicht nicht aus, wenn du selbst an einem Ort mit wenig störendem Licht bist. In der Himmelsrichtung, in welche du die Milchstraße fotografierst, muss es ebenfalls über einige Kilometer dunkel sein. Es wäre daher unklug sich etwa im Juni nördlich von Berlin zu platzieren.
Es ist zwar dann an deinem Standort dunkel, aber nach Süden zur Milchstraße hin fotografierst du genau in den Lichtkegel von Berlin hinein.

Du musst lange belichten und hast zudem eine hohe Lichtempfindlichkeit bei deiner Kamera eingestellt, um die Milchstraße abzulichten. Daher kannst du keine bewegten Motive, wie etwa Bäume und Pflanzen im Wind, oder eine stark beleuchtete Burg wählen. Suche also nach passenden Motiven. Ich habe hier eine kleine Auswahl an Motiven in Deutschland für dich vorbereitet.

Das größte Problem ist die Erdrotation. Durch diese ziehen die Sterne über den Himmel. Von einem normalen Stativ aus kannst du deshalb maximal so lange belichten, wie die 300er Regel besagt. Früher war es einmal die 500er Regel, aber da hatten Kameras noch nicht so viele Megapixel. Einfach 300 durch deine Brennweite, etwa 20mm, teilen. Das ergibt dann 15s Belichtungszeit.
Die Blende öffnest du vollständig, um maximal viel Licht einzufangen. Ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv ist besonders nützlich. Blende f/2.8 oder offener hilft bei deinem Milchstraßenfoto.
Die ISO ist etwas fummeliger. Es gilt die ISO-Stufe deiner Kamera zu verwenden, bei der diese das beste Signal-Rausch-Verhältnis hat. Ich habe hierzu einen Blog-Artikel verfasst, wie du dies bei deiner Kamera herausfinden kannst

Dumm wäre es, extra nur für die Milchstraßenfotografie eine teures Ultraweitwinkel mit hoher Lichtstärke zu kaufen, obwohl du mit einem billigen Kit-Objektiv und einer günstigen Astronachführung viel bessere Milchstraßenfotos machst.
Es ist total einfach geworden, den Sternenhimmel in Photoshop auszutauschen. Du nimmst ein Foto mit der Nachführung auf: Scharfe Milchstraße, verwischtes Fotomotiv. Dann ein Foto vom Fotomotiv mit verwischter Milchstraße. Anschließend einfach beide in Photoshop kombinieren, fertig! Einfach Mal so 300-500€ gespart UND besseres Ergebnis.

Die Milchstraße spielt eine faszinierende Rolle in der Landschaftsfotografie, da sie eine einzigartige Atmosphäre schafft und atemberaubende Aufnahmen ermöglicht. Besonders in der Astrofotografie ist die Milchstraße ein beliebtes Motiv, da sie sich als auffälliger, leuchtender Streifen am Nachthimmel zeigt. Der Kontrast zwischen der Dunkelheit des Himmels und der hellen, kosmischen Struktur der Milchstraße verleiht Landschaftsfotos eine besondere Tiefe und Dramatik.
Beim Milchstraße fotografieren ist es wichtig, eine dunkle Umgebung mit wenig Lichtverschmutzung zu wählen, um die Strukturen des galaktischen Zentrums und der leuchtenden Sterne sichtbar zu machen. Besonders in abgelegenen Gebieten ohne künstliche Beleuchtung kommen die Details der Milchstraße beeindruckend zur Geltung. Indem man die Milchstraße vor einer markanten Landschaft platziert, wie etwa Bergen, Bäumen oder Seen, lassen sich atemberaubende Bilder schaffen, die das Weite des Universums mit der Schönheit der Erde verbinden.
Die Herausforderung beim Milchstraße fotografieren liegt darin, die richtige Belichtungszeit und Kameraeinstellungen zu finden, um die Milchstraße in ihrer vollen Pracht festzuhalten. Eine Weitwinkelaufnahme mit einer großen Blendenöffnung und einer hohen ISO-Empfindlichkeit hilft, die Details der Milchstraße einzufangen, ohne dass das Bild durch zu viel Rauschen beeinträchtigt wird. Oft wird eine längere Belichtungszeit genutzt, um genügend Licht einzufangen, während man gleichzeitig die Bewegung der Sterne vermeidet.
In der Landschaftsfotografie wird die Milchstraße häufig genutzt, um mystische und epische Szenen zu kreieren. Sie verleiht den Fotos eine tiefere Bedeutung und regt die Fantasie des Betrachters an, da der Blick zum unendlichen Universum wandert.

Bastian Werner
Die immer leistungsfähigeren Bildsensoren in modernen Kameras ermöglichen es uns, auch die feineren Details des Nachthimmels einzufangen, die für das menschliche Auge schwer erkennbar sind. Dadurch können Fotografen mittlerweile das Unsichtbare sichtbar machen und faszinierende neue Motive schaffen. Besonders in der Landschaftsfotografie hat diese Entwicklung großen Einfluss, da sie es Fotografen ermöglicht, die Milchstraße zu fotografieren. So eröffnet sich ein völlig neuer Horizont für atemberaubende Aufnahmen. Was früher nur mit speziellen Teleskopen möglich war, lässt sich heute mit einer Kamera und einem lichtstarken Objektiv auf beeindruckende Weise einfangen.
Besonders interessant für Landschaftsfotografen ist das „Galaktische Zentrum“ der Milchstraße, das als der hellste Teil dieser Galaxie bekannt ist. Auch wenn der Begriff „Milchstraße“ astronomisch nicht ganz korrekt ist, wird er von Fotografen häufig verwendet, um auf dieses besondere Sternenband am Himmel hinzuweisen. Das galaktische Zentrum wird als das zentrale Motiv für die meisten Aufnahmen genutzt, wenn man die Milchstraße fotografiert. Im Vergleich zur klassischen Landschaftsfotografie mit Tageslicht ist es eine Herausforderung, mit der Kamera in der Nacht solch beeindruckende Motive zu schaffen.
Die Sichtbarkeit der Milchstraße variiert je nach Jahreszeit und geographischer Lage. In Mitteleuropa ist das Zentrum der Milchstraße von Anfang April bis Ende Oktober am besten sichtbar. Besonders im Sommer, zur Sommersonnenwende, zeigt sich das galaktische Zentrum in seiner vollen Pracht. In diesen Monaten können Fotografen die Milchstraße fotografieren, wenn sie hoch am Nachthimmel steht. Allerdings ändert sich auch die Richtung, in der sie sichtbar ist: Im Frühling ist sie im Südosten zu finden, im Sommer direkt im Süden und im Herbst im Südwesten. Für besonders eindrucksvolle Aufnahmen lohnt sich eine Reise in südlichere Regionen, wo das Zentrum der Milchstraße höher am Himmel steht und noch besser sichtbar ist.
Die richtige Zeit und der richtige Ort sind entscheidend, wenn man die Milchstraße fotografieren möchte. Besonders in den klaren Nächten des Sommers lässt sich das galaktische Zentrum eindrucksvoll einfangen.

Das Galaktische Zentrum
Wenn Sie die Milchstraße fotografieren möchten, stellt der Mond neben den Wolken den größten Feind dar. Theoretisch könnten Sie in den relevanten Monaten ohne Wolken jede Nacht die Milchstraße fotografieren, wenn nicht das störende Mondlicht wäre. Der zarte Leuchtstreifen der Milchstraße ist nur bei einer langen Belichtungszeit sichtbar, da sie eine sehr geringe Helligkeit hat. Sobald der Mond am Himmel steht, erleuchtet sein Licht die Atmosphäre, wodurch der Nachthimmel insgesamt heller wird. Dadurch sind nur noch die hellsten Sterne sichtbar, und die Milchstraße wird von der aufgehellten Atmosphäre überstrahlt.
Deshalb lässt sich die Milchstraße nicht fotografieren, wenn der Mond am Himmel zu sehen ist. Es gibt daher nur eine begrenzte Anzahl an Tagen im Jahr, an denen Neumond herrscht. Um diese Phasen besser zu planen, sollten Sie sich den 29,5-Tage-Rhythmus des Mondes merken, um den Zeitpunkt des Neumonds zu schätzen. Alternativ können Sie auf Webseiten wie www.mondverlauf.de oder einen ähnlichen Mondkalender zugreifen.
Neben den Neumond-Phasen sind auch Tage von Bedeutung, an denen der Mond bereits untergegangen ist, bevor die Milchstraße sichtbar wird, oder erst aufgeht, nachdem die Milchstraße bereits untergegangen ist. Besonders nützlich sind auch die Tage im Juni, Juli und August, an denen die Milchstraße die ganze Nacht über sichtbar ist, weil der Mond erst in der zweiten Nachthälfte aufgeht oder schon in der ersten Nachthälfte untergeht. In diesem Zeitraum können Sie ebenfalls die Milchstraße fotografieren.
Suchen Sie nach den Zeiträumen, in denen nur die Milchstraße zu sehen ist, aber der Mond nicht den Nachthimmel erhellt. Eine hervorragende Software dafür ist das Projekt www.stellarium.org. Mit diesem kostenlosen Programm können Sie simulieren, wie der Nachthimmel an einem bestimmten Tag aussehen wird. Zusätzlich können Sie mit den Mondaufgangs- und -untergangszeiten von www.mondverlauf.de abschätzen, ob Sie ein passendes Zeitfenster für Ihre Aufnahme finden.

Die Milchstraße fotografieren viele Landschaftsfotografen als Motiv in der Nacht.
In stark bevölkerten Regionen ist es nahezu unmöglich, die Milchstraße zu fotografieren, da das Licht der Städte den Himmel genauso aufhellt wie das Mondlicht. Das von der Atmosphäre reflektierte Licht ist dann so intensiv, dass es das Licht der Milchstraße überstrahlt.
Um die Milchstraße fotografieren zu können, müssen Sie sich an Orte begeben, die weit entfernt von städtischen Lichtquellen sind. Es reicht nicht nur aus, dass der Standort selbst dunkel ist; es ist auch entscheidend, dass in Richtung der Milchstraße keine Bereiche mit starker Lichtverschmutzung liegen. Zum Beispiel, wenn Sie von einem Standort nördlich von Frankfurt am Main die Milchstraße fotografieren möchten, ist die Umgebung zwar dunkel, aber die Stadtbeleuchtung macht es schwierig, die Milchstraße klar zu sehen.
Suchen Sie sich also einen Ort, der mindestens 100 km von größeren Städten entfernt ist, um ohne störende Lichtquellen die Milchstraße zu fotografieren. In Deutschland gibt es nur wenige Regionen, die diese Bedingungen erfüllen, darunter der:
Eine hilfreiche Ressource bei der Standortwahl ist www.lichtverschmutzung.de, eine Seite, die eine Karte zur Lichtverschmutzung in Europa bereitstellt. Diese zeigt Ihnen genau, welche Gebiete gut für die Fotografie der Milchstraße geeignet sind.
Achten Sie zudem auf die Richtung, in der die Milchstraße je nach Jahreszeit sichtbar ist, damit Sie einen Standort mit möglichst wenig Lichtverschmutzung in diese Richtung wählen können. Ein hoher Standort, wie ein Berggipfel, ist ebenfalls vorteilhaft, da sich der meiste Schmutz in der Atmosphäre, der durch städtisches Licht verursacht wird, im unteren Bereich befindet. So erhalten Sie eine klarere Sicht auf die Milchstraße.
Zur besseren Planung können Sie die Karte zur Lichtverschmutzung nutzen, um einen geeigneten Ort zu finden, und mithilfe von Wetterprognosen die besten Nächte für Ihre Aufnahmen bestimmen.

Die Lichtverschmutzung in Europa

Seit 2014 bin ich Fototrainer. Meine spezialisierten Fotoreisen bringen dich zu Orten und Motiven, wie du sie bei keinem anderen Anbieter findest!
Wenn Sie die Tage ermittelt haben, an denen der Mond das Milchstraße fotografieren ermöglicht, muss an diesem Termin natürlich auch der Himmel frei von Wolken sein. Hierbei ist besonders die Richtung von Ihrem Standort aus zur Milchstraße relevant. Entscheidend ist dabei auch die Höhe der Wolken: Tiefe Wolken befinden sich für Sie als Beobachter auf der gleichen Entfernung wie hohe Wolken, aber näher am Horizont. Daher sollten keine hohen Wolken in einem Radius von 300 km, mittelhohe Wolken in einem Abstand von 100 km und keine tiefen Wolken näher als 50 km zu Ihrer Blickrichtung auf die Milchstraße liegen, da sie den Blick versperren würden.
Darüber hinaus sollte die Atmosphäre möglichst wenig Dunst enthalten. Je mehr Dunst in der Luft ist, desto mehr wird das Licht der Milchstraße geschluckt, was dazu führt, dass sie kontrastarm wirkt und auf den Aufnahmen kaum sichtbar ist. Leider lässt sich die Vorhersage von Dunst nicht leicht treffen, sodass Sie sich auf die Analyse des aktuellen Zustands verlassen müssen.
Ich empfehle, Dienste wie Mitteleuropa SuperHD von Kachelmannwetter, das WRF 4km von Modellzentrale oder das WRF Mitteleuropa von Wetterzentrale zu nutzen. Beginnen Sie mit der Analyse der hohen Wolken, da diese am häufigsten problematisch sind, gefolgt von den mittelhohen und schließlich den tiefen Wolken.
Da Sie aufgrund der Lichtverschmutzung nur bestimmte Orte für das Milchstraße fotografieren aufsuchen können, sollten Sie zuvor einen geeigneten Standort recherchieren und auf den Wetterprognosekarten prüfen. Wenn eine Nacht bevorsteht, an der der Mond das Fotografieren der Milchstraße nicht stört, können Sie die entsprechenden Wolkenvorhersagen für den Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang einsehen. Achten Sie dabei darauf, nach Wolkenlücken zu suchen, insbesondere in den Stunden, in denen die Milchstraße sichtbar ist und der Mond nicht stört. Im April beispielsweise wäre die Milchstraße erst in der zweiten Nachthälfte sichtbar, daher sollten Sie in dieser Zeit nach einer Wolkenlücke suchen.
Ein hilfreicher Parameter zur Vorhersage von Dunst in der Atmosphäre ist der „Stadt-Stink-Index“, der exklusiv im Mitteleuropa SuperHD von Kachelmannwetter zu finden ist. Dieser Index gibt die Schadstoffbelastung am Boden an und kann Ihnen helfen, die Dunstbelastung in der Luft abzuschätzen. Achten Sie darauf, dass der Wert für Ihre Location unter 20 bleibt, damit die Luft nicht zu dunstig ist und die Milchstraße klar sichtbar bleibt.

Die Wolkenvorhersage zeigt Wolkenlücke zum Milchstraße fotografieren.
Bevor Sie für das Milchstraße fotografieren in der kommenden Nacht aufbrechen, sollten Sie sicherstellen, dass sowohl die Bewölkung als auch die Sichtweite (für Dunst) für eine klare Sicht auf den Sternenhimmel geeignet sind. Dies können Sie anhand der Wetterprognosen und Satellitenbilder feststellen.
Schauen Sie sich zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs das Satellitenbild an. Verwenden Sie dafür das visuelle Bild, das durch das verbleibende Tageslicht oft besser sichtbar ist. Finden Sie Ihren Standort auf der Karte und suchen Sie nach Wolkenfeldern in der Richtung der Milchstraße. Denken Sie daran, dass Sie nach Sonnenuntergang eine längere Zeit fotografieren werden. Daher sollten Sie auch abschätzen, ob sich die Wolken in die Richtung bewegen, in der Sie später die Milchstraße fotografieren möchten. Nutzen Sie dazu die Animation des Satellitenbildes. Gute Quellen für solche Satellitenbilder sind Sat24.com, Kachelmannwetter und Wetteronline für ganz Europa.
Falls Sie das Infrarotsatellitenbild einer Nacht mit der Milchstraße betrachten, werden Sie feststellen, dass nur wenige Wolken über Deutschland zu sehen sind. In der Animation können Sie beobachten, wie sich die Wolkenfelder bewegen. Schätzen Sie aus der Geschwindigkeit der Verlagerung ab, wie lange die Wolken benötigen, um den Bereich zu erreichen, in dem Sie fotografieren wollen. Achten Sie darauf, dass die Wolken, betrachtet in Richtung der Milchstraße, nicht zu nah an Ihrem Standort sind, da sie andernfalls den Blick auf den Himmel versperren könnten. Hohe Wolken erscheinen auf dem Satellitenbild in weiß oder blau, während mittelhohe Wolken grau dargestellt sind.
Wenn Sie die Prognosekarten geprüft haben und eine Wolkenlücke zu erwarten ist, sollten Sie diese vor Sonnenuntergang nochmals überprüfen, um sicherzustellen, dass sich die Wolkenlücke auch tatsächlich an dem Ort befindet, an dem Sie fotografieren möchten. In vielen Fällen kann die Wolkenlücke am Abend anders aussehen als auf den Prognosekarten. Es ist deshalb ratsam, immer kurz vor Sonnenuntergang anhand des Satellitenbildes zu kontrollieren, wie sich die Wolkenfelder verlagern. Nur wenn Sie sicher sind, dass die Wolkenlücke für das Milchstraße fotografieren geeignet ist, sollten Sie aufbrechen.
Diese letzte Überprüfung am Vorabend ist entscheidend, um zu entscheiden, ob Sie den Ausflug antreten oder besser zu Hause bleiben sollten. Manchmal zeigt sich die Wolkenlücke erst in der Nacht. Falls Sie festgestellt haben, dass sich die Wolkenlücke erst später bildet, müssen Sie auch während der Nacht das Satellitenbild weiter beobachten. Wetteronline.de bietet eine gute Lösung, da Sie dort auch die Position von tiefen Wolken nachts sehen können. Wenn eine Lücke in den tiefen Wolken prognostiziert wird, können Sie hier verfolgen, ob sich diese tatsächlich bildet. Eine Kombination der Satellitenbilder von Wetteronline.de und Sat24.com ist hilfreich, um die genaue Lage der Wolkenfelder zu bestimmen, da das Infrarotbild von Sat24.com die Position von hohen und mittelhohen Wolken besonders gut darstellt.

Das Infrarot-Satbild zeigt dir wolkenfreien Himmel zum Milchstraße fotografieren.
Um die richtigen Bedingungen für das Milchstraße fotografieren zu gewährleisten, sollten Sie sich vor Ihrer Fototour über die Sichtweite informieren, um einen Eindruck vom Dunst in der Atmosphäre zu erhalten. Leider können die Wetterprognosekarten nicht genau angeben, wie sich der Dunst an einem bestimmten Tag verhält. Um dies zu überprüfen, können Sie die Daten von Wetterstationen auf Websites wie Kachelmannwetter oder Wetteronline nutzen.
Wetterstationen messen die Sichtweite, indem sie die Partikel wie Staub, Pollen und Wassertröpfchen in der Luft beobachten. Wichtig ist, dass Sie nicht nur die Sichtweite am Boden, sondern auch in verschiedenen Höhenlagen prüfen. Für optimale Bedingungen beim Milchstraße fotografieren sollte die Sichtweite in allen Höhenlagen mindestens 50 km betragen.
In den meisten Fällen ist die Sichtweite in höheren Lagen besser als im Tal. Es gibt jedoch auch seltene Fälle, in denen sich der Dunst in der Nähe des Bodens staut, was zu schlechterer Sichtweite führt. In solchen Situationen sollten Sie sich auf eine höhere Lage begeben, um dem Dunst zu entkommen und so bessere Bedingungen für das Fotografieren zu erhalten. Noch seltener kommt es vor, dass sich im Tal Nebel bildet, insbesondere dichter Bodennebel, der das Licht der Städte stark absorbiert und die Lichtverschmutzung reduziert. Wenn die Wetterstationen im Tal Nebel melden, haben Sie die besten Bedingungen, um in einer höheren Lage die Milchstraße zu fotografieren.
Bevor Sie also zum Fotografieren aufbrechen, empfehle ich, einen letzten Blick auf die Wetterlage zu werfen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass sich keine Wolken bilden und Sie problemlos zur Fototour aufbrechen können. Besonders wenn Sie auf eine Wolkenlücke gesetzt haben, sollten Sie während des Abends das Satellitenbild beobachten, um sicherzustellen, dass die Lücke nicht plötzlich wieder schließt.

Die Sichtweite ist enorm wichtig für das Milchstraßenfoto.
Das Milchstraße fotografieren stellt für ambitionierte Fotografen bei Nacht immer wieder eine besondere Herausforderung dar – sowohl für den Fotografen selbst als auch für das verwendete Equipment. Es ist entscheidend, sich mit den spezifischen Anforderungen und Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, um erfolgreich in völliger Dunkelheit zu arbeiten.
Neben der Lichtverschmutzung, die Sie durch eine sorgfältige Auswahl des Standorts minimieren können, ist das größte Hindernis beim Nachtfotografieren die Bewegung des Nachthimmels durch die Erdrotation. Bei einem sehr lichtschwachen Motiv wie der Milchstraße kann man die Kamera nicht einfach auf einem Stativ aufstellen und mit einer extrem langen Belichtungszeit fotografieren, um die Milchstraße sichtbar zu machen. Andernfalls würden Sie feststellen, dass je nach Brennweite die Sterne durch die lange Belichtungszeit zu Strichen verwischen, was ein typisches Problem ist.
Um dieses Problem zu vermeiden, müssen Sie eine entsprechend kurze Belichtungszeit wählen. Bei einer Brennweite von 15 mm sollten Sie die Belichtungszeit auf maximal 30 Sekunden begrenzen, bei 50 mm ist sogar nur eine Belichtungszeit von 10 Sekunden möglich.
Dies ist besonders herausfordernd, weil die Milchstraße ein sehr lichtschwaches Motiv ist. Um eine ausreichend belichtete Aufnahme zu erhalten und gleichzeitig die kurze Belichtungszeit einzuhalten, benötigen Sie eine Kamera, die auch bei hohen ISO-Werten wie 3200 oder höher eine gute Bildqualität mit möglichst wenig Rauschen liefert. Zusätzlich sollte die Kamera mit einem lichtstarken Objektiv ausgestattet sein. Für gewöhnliche Landschaftsaufnahmen reicht eine Brennweite von maximal 50 mm aus. Ein lichtstarkes Objektiv mit einer offenen Blende von f/2.8 oder besser ist dabei unbedingt erforderlich.

Die Rotation den Sternenhimmels der Nordhalbkugel
Wenn Sie im Weitwinkelbereich bis maximal 20 mm arbeiten, genügt es, ein Objektiv mit einer Offenblende von f/2.8 zu verwenden. Diese Einstellung sollten Sie in jedem Fall wählen, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Es gibt keine Nachteile durch zu geringe Schärfentiefe, da alle Sterne für das Objektiv im Unendlichen liegen. Beachten Sie jedoch, dass die Kontrastschärfe bei einer Offenblende oft nicht optimal ist. Außerdem sollten Sie einen Vordergrund wählen, der weiter als etwa 20 m entfernt ist, da er sonst durch die fehlende Schärfentiefe unscharf erscheinen könnte, was beim Milchstraße fotografieren nachteilig ist. Den ISO-Wert sollten Sie bei dieser Blende auf 3200 einstellen, bei einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. In diesem Fall werden Sie leichte Strichspuren der Sterne erhalten, die durch eine Reduktion der Belichtungszeit auf 20 Sekunden verschwinden können. Um den Verlust an Helligkeit auszugleichen, müssen Sie den ISO-Wert entsprechend erhöhen. Ich empfehle daher, Kameras zu verwenden, die auch bei diesen Werten noch eine gute Bildqualität bieten.
Für das Milchstraße fotografieren ist eine Brennweite von 50 mm besonders schön. In diesem Bereich gibt es sehr lichtstarke Objektive mit f/1.8, f/1.4 oder sogar f/1.2. Wenn Sie diese auf Offenblende einstellen, können Sie bei ISO 3200 und einer Belichtungszeit von 10 Sekunden eine gut belichtete Milchstraße erhalten, bei der die Strichspuren der Sterne trotz dieser vergleichsweise langen Brennweite kaum sichtbar sind. Mit zunehmend lichtempfindlicheren Bildsensoren wird es in der Zukunft möglicherweise möglich sein, die Belichtungszeit weiter zu reduzieren, sodass auch größere Brennweiten ohne das Auftreten von Strichspuren verwendet werden können.

Die Milchstraße als Panorama fotografiert.
Wenn Sie die Milchstraße fotografieren möchten und dies regelmäßig tun wollen, lohnt sich die Investition in eine sogenannte Nachführung. Diese wird zwischen Ihrem Stativ und der Kamera angebracht und sorgt dafür, dass sich die Kamera mit exakt der Rotationsgeschwindigkeit der Erde dreht. Auf diese Weise können Sie mit langen Belichtungszeiten arbeiten, ohne dass Strichspuren der Sterne entstehen. Dies ermöglicht es, den ISO-Wert zu senken und die Blendenzahl zu erhöhen, was zu einer besseren Kontrastschärfe führt. Beim Milchstraße fotografieren mit einer Nachführung sollten Sie jedoch bedenken, dass der Vordergrund durch die Kamerabewegung verwischen wird. Eine Lösung hierfür ist, mit zwei Belichtungen zu arbeiten: Eine für die Milchstraße mit der aktiven Nachführung und eine für den Vordergrund ohne Nachführung. Diese Technik eignet sich nicht nur für die Milchstraße, sondern auch für die allgemeine Astrofotografie, insbesondere für gezielte Aufnahmen von Himmelskörpern.
Ein weiteres wichtiges Thema beim Milchstraße fotografieren ist der Weißabgleich. Der Himmel erscheint uns mit bloßem Auge farblos, doch für die Kamera ist das Licht nicht ganz neutral. Da im Weltraum keine Atmosphäre existiert, gelangt kein zusätzliches Licht zu uns. Stattdessen ist es das Streulicht der Lichtverschmutzung, das vor allem aus der Erdatmosphäre kommt und bei etwa 3500 Kelvin farbneutral ist. Für eine authentische Darstellung sollten Sie Ihre Kamera auf diesen Wert einstellen. Persönlich neige ich dazu, den Himmel in meinen Bildern leicht ins Blau-Lilafarbene zu verfremden, aber auch hier gilt: Finden Sie Ihre eigene Farbinterpretation des Nachthimmels.
Eine besondere Herausforderung stellt die Dämmerung dar. Wenn sich noch etwas Dämmerlicht am Horizont befindet, können Sie dies nutzen, um den Vordergrund beim Milchstraße fotografieren aufzuhellen. Besonders in den Sommermonaten ist diese Technik hilfreich, da die Milchstraße dann im Südosten aufgeht und das Dämmerlicht aus dem Nordwesten einfällt. Die Kombination aus der Blauen Stunde und dem sichtbaren Streifen der Milchstraße ergibt eine besonders reizvolle Fotografie.
Für das Milchstraße fotografieren im Dunkeln müssen Sie sich gut orientieren können. Selbst wenn Sie den Weg bei Tageslicht kennen, wird er bei Nacht fremd wirken. Um sich zurechtzufinden, empfiehlt sich die Nutzung eines GPS-Navigationssystems oder einer entsprechenden App auf dem Smartphone. Darüber hinaus ist ein Kompass hilfreich, um zu wissen, in welche Richtung die Milchstraße steht.
Eine der größten Herausforderungen beim Milchstraße fotografieren ist das Fokussieren im Dunkeln. Falls Sie kein Objektiv mit Festbrennweite besitzen, ist es wichtig, den richtigen Fokus zu finden. Der einfachste Trick ist, den Autofokus auf ein weit entferntes, leuchtendes Objekt wie ein Windrad oder einen Funkmast zu richten und dann manuell auf die Milchstraße zu wechseln. Mit modernen Kameras können Sie außerdem den Livebild-Modus nutzen, um auf helle Sterne zu fokussieren. Mithilfe der Lupenfunktion können Sie den Stern vergrößern und präzise den Punkt einstellen, an dem der Stern schärfer wird. Wenn alle diese Methoden versagen, hilft eine starke Taschenlampe als Lichtquelle, um ein entferntes Objekt anzuleuchten und den Fokus erneut zu setzen.

Milchstraße aufgenommen mit einer astronomischen Nachführung.
Ein wichtiger Faktor bei der Nebelbildung ist der sogenannte Taupunkt. Dieser beschreibt die Temperatur, auf die sich ein Luftpaket abkühlen muss, damit es eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 % erreicht und sich Nebel bildet. Wenn beispielsweise ein Luftpaket eine Temperatur von 20 °C hat und auf 10 °C abkühlen muss, um gesättigt zu sein, dann liegt sein Taupunkt bei 10 °C.
Nehmen wir an, eine Wetterstation zeigt um 17 Uhr eine Lufttemperatur von 20 °C und einen Taupunkt von 10 °C. Damit sich in der Nacht Nebelschleier bilden können, muss sich die bodennahe Luft bis auf diesen Taupunkt von 10 °C abkühlen. Für Fotografen, die Nebel fotografieren möchten, ist dieser Wert eine wichtige Orientierung, um die besten Bedingungen vorherzusagen.
Ein weiterer entscheidender Faktor für die Entstehung von Nebelschleiern ist die lokale Feuchtigkeitsquelle. Feuchte Wiesen und Gewässer geben kontinuierlich Wasserdampf an die Luft ab, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit in Bodennähe schneller ansteigt. Fehlt diese Feuchtigkeitszufuhr, wie es in Städten und Dörfern der Fall ist, wo versiegelte Flächen das Verdunsten verhindern, bildet sich dort auch kein Nebelschleier. Deshalb treten diese dünnen Nebelfelder fast ausschließlich über offenen Wiesen, in Tälern oder über ruhigen Gewässern auf. Wer gezielt Nebel fotografieren möchte, sollte sich daher nach solchen feuchten Standorten umsehen.
Neben der Feuchtigkeit spielt auch der Wind eine entscheidende Rolle. Nur wenn es nahezu windstill ist, kann sich eine dünne, kalte Luftschicht in Bodennähe halten. Würde Wind aufkommen, würde dieser die kalte Luft mit der wärmeren Luft darüber vermischen, die Temperatur der bodennahen Schicht würde ansteigen, und die relative Luftfeuchtigkeit würde sinken – Nebelschleier könnten sich nicht bilden. Aus diesem Grund treten diese feinen Nebelschichten nur bei absoluter Windstille in sternenklaren Nächten auf.
Diese besondere Form des Strahlungsnebels entsteht ausschließlich nachts und löst sich bei Sonnenaufgang schnell auf, sobald der Boden und die Luft wieder erwärmt werden. Wer Nebel fotografieren möchte, hat also nur ein kurzes Zeitfenster direkt nach Sonnenaufgang, um die mystische Stimmung einzufangen. Auch ist es wichtig zu wissen, dass sich diese Nebelschleier nur in Bodennähe sammeln können. Während sie in Flachlandwiesen, Tälern oder an Seen auftreten, sind sie auf Berggipfeln nicht zu finden, da dort die notwendigen Bedingungen fehlen.

Eine Felssäule dient als Vordergrund für ein Milchstraßenfoto.

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Das weiß kaum jemand: Es gibt Kameras, bei denen höhere ISO-Stufen weniger Rauschen erzeugen, als die nächst niedrigere ISO-Stufe! Erfahre, warum.

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