Sturmhunter werden.

Dein schneller Einstieg als Sturmhunter:

 

Tipp: Niemand wird über Nacht zum Sturmhunter. Lies weiter und erfahre, wie du es am besten anstellst!

Über mich: Sturmhunter Bastian Werner

Die Sturmhunters sind eine Gruppe aus Menschen, die ihr Leben der Jagd nach Gewittern verschrieben haben. Es gibt keine Ausbildung, die dich zu einem Teil der Sturmhunters macht, vielmehr ist es ein Selbststudium, mit dem du dir beibringst, ein Sturmhunter zu werden. Damit du nicht verloren bist, gebe ich dir einen ausführlichen Leitfaden, mit dem du deinen Einstieg in die Szene der Sturmhunters finden kannst.

Persönlich habe ich das große Glück bereits seit vielen Jahren als Sturmhunter unterwegs zu sein. Seit 2011 darf ich Auto fahren und seither bin ich viel unterwegs, Als Teil der Sturmhunters in Deutschland fahre ich nicht nur in meinem Heimatland Hessen umher, sondern auch in den anderen Bundesländern, wie NRW, Baden-Württemberg oder Bayern. Dabei konnte ich in Deutschland bereits viele verschiedene Tage mit erstaunlichen Gewittern und Superzellen fotografieren. Damit du siehst, was möglich ist, habe ich dir hier zwei Beispiele mitgebracht.

Die größte Superzelle die ich als Sturmhunter in Deutschland erleben durfte, war die HP Superzelle vom 28.07.2013 in Reutlingen. Dieses Gewitter brachte auf einer sehr großen Fläche einen Hagelsturm mit 8cm großen Hagelkörnern. Diese haben in der Region einen enormen Schaden angerichtet und ganze Dachstühle und Obsternten vernichtet. Die Superzelle an sich ist jedoch außerordentlich schön gewesen.

An 09.06.2014 erlebte ich mit anderen Sturmhunters in NRW den Orkan „Ela“. Nun, es handelt sich dabei nicht um das, was wir typischer Weise als Orkan bezeichnen. Es handelte sich nicht um das Windfeld eines Orkantiefs. Vielmehr bildete sich in NRW ein enormes Gewitter heraus: Ein Bow Echo. Diese seltenen Strukturen in Gewittersystemen zeichnen sich durch ein gebogenes Echo auf dem Wetterradar aus. Wir Sturmhunters verfolgten dieses Bow Echo durch NRW und konnten fantastische Stimmungen einfangen.

Bastian Werner

Dein bester Einstieg als Sturmhunter: Mein Videokurs!

Videotutorial zuGewitter Vorhersagen für Fotografen

Es gibt leider keine Ausbildung oder andere Methode, als diesen Videokurs, mit der du Sturmhunter werden kannst. In etwa 3h reinem Video + 3h Übungsaufgaben erlernst du, wie du ein Teil der Sturmhunters wirst, egal ob du aus NRW, Hessen, Hamburg oder irgend einem anderen Bundesland kommst. Falls du es doch lieber erst einmal auf eigene Faust versuchen möchtest, kannst du nun einfach weiter lesen.

Verständnis für Gewitter erwerben

Damit du als Sturmhunter ein Gewitter jagen kann kannst, musst du zunächst verstehen, wie ein Gewitter funktioniert. Dabei kannst du das Gewitter nicht losgelöst vom allgemeinen Wetter betrachten, weshalb du zunächst ein allgemeines Verständnis für die Meteorologie entwickeln musst. Hierzu empfehle ich dir ganz klassisch ein Buch, da es nirgendwo genügend strukturierteres Wissen zum Thema im Internet gibt. Das Buch habe ich hier verlinkt:

 

Wenn du dieses Buch durchgearbeitet hast, besitzt du ein gutes Verständnis für das Wetter, aber nur ein fundamentales Verständnis für Gewitter. Als Sturmhunter musst du dies entsprechend vertiefen. Auch hierzu gibt es ein spannendes Buch, dass ich dir empfehlen kann:

Die Blitzortung, das Tool der Stumrhunters in Europa

Sturmhunters entdecken Blitze in NRW

Im Gegensatz zur USA haben wir in Europa leider ein deutlich weniger dichtes Netz aus Wetterradaren, die für sich auch eine geringere Arbeitsgeschwindigkeit und Auflösung besitzen. Gewitterzellen können daher nicht so gut abgebildet werden. Deshalb spielt die Blitzortung eine enorme Rolle. Die Blitzortung misst mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen, die jede Blitzentladung aussendet, die Position des Blitzes und hat eine Latenz von etwa 5s – 8s.

 

Das Radarbild hingegen liegt im Bereich von 5min – 10min. Auf der Blitzortung kannst du daher um Minuten früher erkennen, wenn sich eine neue Zelle bildet, sich eine Zelle abschwächt oder verstärkt. Auch die Zugrichtung der Zelle lässt sich durch die Spuren der Blitze auf der Landkarte von dir als Sturmhunter gut erkennen. Im Beispiel sind Gewitter in NRW zu erkennen.

Das Satellitenbild: Von Sturmhunters Anfängern unterschätzt!

Das Satellitenbild zeigt ein Gewitter über NRW

Lange bevor eine Gewitterzelle auf der Blitzortung zu erkennen ist, macht diese auf dem Satellitenbild auf sich aufmerksam. Als Sturmhunter kann ich auf dem Satellitenbild wirklich erkennen, wenn sich eine Gewitterzelle zusammenbraut! Denn bevor eine Cumulonimbuswolke entsteht bilden sich erste kleine Cumuluswolken heraus, die über Stunden hinweg immer größer heranwachsen. Wenn in einer Region, im Beispiel ist es NRW, mit Gewittern zu rechnen ist, beobachte ich das Satellitenbild. Auf diese Weise bin ich nicht überrascht von der Gewitterzelle und kann rechtzeitig das Zielgebiet korrigieren, um die Gewitterzelle abzufangen.

Das Niederschlagsradar: Feintuning für Sturmhunters

Die Blitzortung gibt mir als Sturmhunter jedoch nur eine grobe Information über den genauen Ort, an dem ich mich platzieren muss, um die Zelle zu beobachten. Um dieses Problem zu lösen, verwende ich das Niederschlagsradar. Mit Hilfe von Radarstationen wird der Niederschlag in der Atmosphäre vermessen, es lässt sich hierdurch in genauerem Rückschluss über die Zelle machen und ist die Methode, mit der sich alle Sturmhunters zielgenau vor der Gewitterzelle platzieren.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Vor dem stärksten Niederschlag muss sich auch der stärkste Aufwind, und damit die schönste Struktur, befinden. In Deutschland verwende ich die Website www.kachelmannwetter.de, um mir dort das Niederschlagsradar anzusehen. Noch besser ist die App „Radar Scope“, diese funktioniert in den USA und in Deutschland, kostet jedoch etwas.

Die Kameraausrüstung für Sturmhunter

Ein Kameraobjektiv für Sturmhunters in NRW

Es gibt tatsächlich einige Sturmhunter, die nur mit dem Smartphone Fotos machen und hauptsächlich unterwegs sind, um das Gewitter zu erleben. Für mich spielt die Fotografie jedoch eine wichtige Rolle. Eine gute Kamera ermöglicht es zudem, die Blitze des Gewitters einzufangen, deutlich einfacher als mit dem Smartphone.

Die Frage ist immer, wie viel Geld in die Hand genommen werden soll. Für den Anfang empfehle ich persönlich, mit einer günstigen gebrauchten Ausrüstung zu starten. Eine große, teure Ausrüstung lohnt sich erst, wenn die Kamera richtig bedient werden kann. Daher lassen sich Kameras, die 10 Jahre alt sind mit zwei Objektiven für unter 500€ bekommen.

Wichtig ist, dass ein Weitwinkelobjektiv angeschafft wird, dass einen großen Teil des Himmels abbilden kann. Ich persönlich verwende das Tamron 16-30mm f/2.8 an meiner Sony. Es bietet eine flexible Brennweite im Weitwinkelbereich, genau das richtige für Sturmhunters!

Kein Spam! Nur ich kann in der Gruppe Nachrichten senden. Ich informiere Dich, wenn besonderes Fotowetter ansteht: Polarlicht, Abendrot, Gewitter, Sternschnuppen uvm.  Das ganze ist kostenlos und du kannst jeder Zeit aus der Gruppe austreten.

Bastian