Einmal einen Tornado sehen.

Dies sind deine Möglichkeiten, einmal einen Tornado sehen zu können:

  1. Stormchaser Livestream → Mit SevereStudios kannst du aktuelle Tornados sehen.

  2. Tornadorisiko bei dir → Mit der Wetterkarte „Significant Tornado Parameter“ kannst du prüfen, ob du bei dir einen Tornado sehen kannst.

  3. Tornado-Reise buchen → Buche die „STORMHUNTERS“-Reise bei mir und ich bringe dich zum Tornado!

  4. Werde Sturmjäger → Mein Videokurs erklärt dir, wie du Gewitterzellen aufspürst

💡 Tipp: Wenn du wirklich einmal einen Tornado sehen möchtest, lies weiter für weitere Details!

Ich bringe dich dem Tornado näher.

Ich bin Bastian Werner, Sturmjäger und Wetterfotograf. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du die Chance bekommst, einen Tornado mit eigenen Augen zu sehen – inklusive Tipps aus meiner langjährigen Erfahrung. Es erfordert Geduld, Zeit und vor allem Eigenstudium von Wetter, Gewittern und Superzellen

Checkliste, um einmal einen Tornado zu sehen

Zu Anfang eine Zusammenfassung, welche Zutaten du brauchst, um einmal einen Tornado zu erwischen.

  • Werde Sturmjäger, richte dein Leben darauf aus
  • Verstehe die Physik der Atmosphäre
  • Lerne den Triple Point zu finden
  • CAPE, Windscherung und Hebung sind keine Fremdworte mehr
  • Lerne das Satellitenbild zu lesen
  • Erkenne auf dem Radar erste Gewitterzelle
  • Mit der Blitzortung erkennst du starke Zellen
  • Fahre an das Rotationszentrum der Superzelle heran
  • Die Wall Cloud zeigt den Bereich der Tornado Bildung
  • Staub am Boden wenn der Tornado entsteht
  • Achte auf deinen Fluchtweg!

Richte dein Leben darauf aus.

Die Gewittersaison auf der Nordhalbkugel ist von April bis August, mit dem Höhepunkt der Tornado-Saison in der Tornado Alley von April bis Juni. Die anderen Wochen des Jahres warten wir Sturmjäger ab, dass es wieder Sommer wird. Gewitterlagen lassen sich grob etwa 5 Tage vorhersagen. In diesem Vorhersagezeitraum lässt sich abschätzen, dass ein Tiefdruckgebiet kommen wird. Etwa 2-3 Tage in die Zukunft lassen sich die Gewitter genau verorten.

Für Europa gilt: Die Gewitter halten sich nicht an Landesgrenzen! Wenn du also die Chance einen Tornado sehen zu können erhöhen möchtest, musst du auch in das europäische Ausland fahren. Wenn du nur zu Hause abwartest, wirst du vielleicht eine Handvoll Gewittertage im Jahr erleben. Etwa eine von 100 Gewitterzellen weltweit ist eine Superzelle und nur wiederum ein paar Prozent dieser Superzellen erzeugt irgendwann während ihrer Lebensspanne einen Tornado. Die Wahrscheinlichkeit, dass eines der Gewitter bei dir zu Hause einen Tornado produziert liegt bei unter 0,01%.

Gibt es bei dir zu Hause 5 Gewitter im Jahr und du schaffst es diese alle gut zu beobachten, dann steigt deine Wahrscheinlichkeit positiv angenommen vielleicht auf 0,05% an, bei dir zu Hause im Jahr eine Gewitterzelle mit Tornado zu beobachten. Wirst du 100 Jahre alt, dann wäre die Wahrscheinlichkeit immerhin bei 5% über dein ganzes Leben verteilt und dies ist schon sehr positiv gerechnet!

Wir Sturmjäger richten deshalb unser gesamtes Leben darauf aus, maximal viele Gewitter zu beobachten. Meine Freunde und ich haben Berufe gewählt, die dies ermöglich. Vom eigenen Reisebüro mit flexiblen Urlaubszeiten, Fahrradkurier oder Leiter mehrerer Subways sind viele kreative Berufe in der Stormchaser-Szene in Deutschland vorhanden. Ich für meinen Teil habe mich als Wetterfotograf selbstständig gemacht im Jahr 2013. Ich schreibe Bücher, arbeite mit Kameramarken zusammen, habe Videokurse und vor Allem: Ich biete Reisen zu allen möglichen Phänomenen an unserem Himmel an. Mit mir kannst du auch einen Tornado sehen, wenn du das möchtest.

Jage nach Gewittern, um den Tornado zu sehen

Wenn du den Wunsch verfolgst, einmal einen Tornado zu sehen, dann komm am besten mit auf meine Reise. Hier gebe ich dir die Anleitung, wie du auf eigene Faust es schaffen kannst, einen Tornado sehen zu können. Doch du musst viel Geduld mitbringen! Der erste Schritt ist, dass du Sturmjäger wirst. Das bedeutet, dass du einige Urlaubstage und Wochenenden im Jahr opfern musst, um Gewitter zu jagen. Doch wenn es dir wirklich Spaß macht, wird es kein Opfer sein.

Die Grundidee des Jagens von Gewittern ist einfach: Fahre in eine Region mit hoher Wahrscheinlichkeit für Gewitter und verfolge die sich bildenden Gewitterzellen über das Straßennetz. Die Umsetzung bedarf jedoch viel meteorologisches Fachwissen, sowie jahrelange Erfahrung. Mit der Kombination erreiche ich in Europa eine Erfolgsquote von 70% und in den USA von 90% im Zielgebiet die gewünschten Gewitterzellen anzutreffen und zu verfolgen. Hier spreche ich nicht davon, Tornados zu sehen, sondern nur von Gewitterzellen.

Die moderne Wettervorhersage macht es möglich. Für dich als Einsteiger, der eventuell sogar nur die Wetterapp vom Smartphone kennt, ist es meist unvorstellbar, wie genau Wettervorhersage sein kann. Dies liegt daran, dass der Berührungspunkt mit Wettervorhersage für den Normalbürger absurd vereinfacht ist. Nicht einmal 1% der Daten erreichen den Konsumenten. Das Hauptproblem ist dabei die Kommunikation der Daten bis hin zum Endnutzer, der sich bestenfalls auch nicht mehr als die 28s Wetter in der Tagesschau mit dem Thema beschäftigen möchte. Da ich mit VIEWFINDR meine eigene Wettervorhersage-App betreibe, weiß ich ganz genau, wovon ich schreibe.

Der Trick, um einen Tornado zu sehen ist es, nur an den Tagen auf die Jagd nach Gewittern zu gehen, wenn das Potential für Superzellen und Tornados überhaupt gegeben ist. Hierzu schaue ich als Sturmjäger die sogenannten Wettermodelle an: Computersimulationen des zukünftigen Wetters. In diesen Wettermodellen suche ich nach dem sogenannten Triple Point, der Ort, mit dem höchsten Potential für Tornados. Und jetzt kannst du froh sein: Es ist in Deutschland absolut unwahrscheinlich, dass dieser Ort bei dir zu Hause ist.

Die Fotoreise deines Lebens!

Der Sturmjäger und Wetterfotograf Bastian Werner

Seit 2014 biete ich Reisen zu verschiedenen Phänomenen unserer Erde an! Ich bringe dich zum Tornado.

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Den Triple Point im Wettermodell finden

An dieser Stelle darfst du gerne wieder eine Abkürzung nehmen, ich habe einen praktischen 5h Videokurs (2,5h Video + 2,5h Übungen) zum Jagen von Gewittern für dich aufgenommen. Der einzige seiner Art.

Die erste Zutat, damit Gewitterzellen entstehen können, ist die Energie in der Atmosphäre. Es gibt zwei Arten. Die eine ist die Energie, die in der Luft in Form von Wärme gespeichert ist. Ein Teil dieser Energie steckt ganz einfach in der Lufttemperatur. Der größere Anteil steckt hingegen im Wasserdampf, der in der Luft gasförmig vorliegt und gemeinhin als Luftfeuchtigkeit bezeichnet wird. In einer Gewitterwolke wird aus dem gasförmigen Wasser eine Wolke und Regen erzeugt und die Wärmenergie freigesetzt.

Der zweite und wichtigere Anteil ist eine Form der relativen Energie, die sich aus der Lage der Luft (Potentialunterschied im Schwerefeld der Erde) ergibt. Warme Luft am Boden mit darüber gelagerter kalter Luft. Die warme Luft hat das Bestreben aufzusteigen, wie ein Heißluftballon. Je größer der Kontrast, umso höher ist die für Konvektion zur Verfügung stehende Energie (CAPE). Konvektion ist ein fancy Begriff für vertikale Luftströmungen der Atmosphäre. Ganz einfache Regel: Je mehr CAPE, umso mehr Bumms in den Gewitterzellen. Aber: CAPE bedeutet nicht, dass es Gewitter geben muss! Es ist am Ende eine potentielle Energie.

Die Windscherung bei Tornados

Windscherung verursacht Tornados

Als nächstes folgt die Windscherung, die wichtigste Zutat, damit Tornados entstehen können und du den Tornado sehen kannst. Eine Gewitterzelle für sich alleine würde einfach vertikalen Luftaufstieg haben, der etwa genau senkrecht nach oben geht. Erst das Vorhandensein der Windscherung versetzt die Gewitterzelle in die nötige Rotation, damit sich eine Superzelle und dann auch der Tornado herausbilden kann. Die Windscherung beschreibt eine Änderung der Windrichtung und Geschwindigkeit mit zunehmender Höhe in der Atmosphäre.

 

Kurzum: Der obere Teil der Gewitterzelle möchte in eine andere Richtung ziehen als der untere Teil am Boden. Damit das klappt, muss die Luftströmung in der Zelle ihre Richtung ändern, das Gewitter fängt an zu rotieren. Dabei gibt es einen Grenzwert, damit sich überhaupt Superzellen bilden können, dieser liegt bei 40kn für die Windscherung von 0-3km in der Atmosphäre. Alles darüber erhöht die Wahrscheinlichkeit für Superzellen und Tornados, wird jedoch zunehmen unwahrscheinlicher.

 

Deshalb gibt es Gewitterlagen, bei denen diese Zutat vergleichsweise sehr hoch ausgeprägt ist. Diese möchte man auf keinen Fall verpassen. In den USA ist es so, dass durch das perfekt flache Land der Tornado Alley es enorm viel mehr Gewitterlagen gibt, die dieses Potential entfalten können. Aus diesem Grund habe ich bisher auch nur in den USA gute Tornados erlebt und verfolgt.

Die Hebung zündet die Gewitterzelen

Hebung löst Gewitterzellen aus

Damit das CAPE auch in einer Gewitterzelle umgesetzt wird und die Windscherung ihre Wirkung auf diese entfalten kann, benötigt es einen Grund, damit das Gewitter entsteht. Dies wird als Hebung bezeichnet, sie ist der zündende Funke, die Energie des CAPES freizusetzen. Die Hebung ist eine Maßnahme in der Atmosphäre, die der warmen Luft am Boden einen initialen Tritt verpasst, sich vom Boden abzulösen und sich beim Aufstieg in der Atmosphäre in einer Gewitterzelle zu entladen.

Eine Kaltfront eines Tiefdruckgebiets übernimmt diese Aufgabe. Kalte Luft strömt horizontal am Boden ein. Dabei ist diese schwerer, als die davor gelagerte warme Luft und zwingt diese aufzusteigen.
Eine Konvergenz kann diese Funktion ebenfalls übernehmen. In einer Konvergenz treffen am Boden zwei unterschiedliche Windrichtungen aufeinander und die einzige Möglichkeit für die Luft ist es, aufzusteigen.

 

Gebirge erzeugen auch Hebung, nämlich dann, wenn die warme Luft durch den Wind dazu gezwungen wird, an einem Berghang nach oben zu strömen. Oft bilden sich die ersten Gewitterzelle im Gebirge und ziehen von dort in das flache Land hinaus.

 

In den USA tritt häufig eine Dryline aus. Sie fungiert ähnlich wie eine Kaltfront, wobei der Unterschied nicht in der Lufttemperatur liegt, sondern an einer sehr unterschiedlichen Luftfeuchtigkeit an der Grenze.

 

Praktisch ist nun: Die Wettermodelle kennen natürlich exakt die Gegebenheiten und wissen, wo sich genannte Wettergebilde befinden und berechnen auf Grundlage dieser den Ort aus, an dem sich Gewitterzellen bilden werden. Daher ist es ein unnötig großer Aufwand, extra nach Konvergenzen und Fronten zu suchen. Es reicht aus, die Wetterkarte des „Signifikanten Wetters“ zu verwenden, dort werden die Gewitterzellen angezeigt.

Den Tornado vor Ort sehen mit dem Satellitenbild

Tornadozelle

Der nächste Teil betrifft das Verständnis für die Gewitterzelle, wenn sich diese gebildet hat, womit wir schon beim ersten Problem angelangt sind: Das Signifikante Wetter ist gut darin zu zeigen, wo in etwa sich die Gewitterzellen bilden, es hat aber räumliche und zeitliche Abweichungen gegenüber der Realität.

Diese Abweichungen machen das Stormchasing in der Praxis sehr kompliziert, denn die Gewitterzelle wird sich irgendwo im Zielgebiet bilden und anschließend dem Wind folgen. Eine moderat schnelle Gewitterzelle mit 60km/h mag vergleichsweise langsam wirken, jedoch hat die Zelle einen ganz großen Vorteil: Sie ignoriert Straßennetz und Verkehr. Zusätzlich bringen die gewünschten Superzellen, bei denen du einen Tornado sehen könntest, Unwettern mit sich, die Straßen unpassierbar machen: Flut, Hagel und umgestürzte Bäume.

Jetzt kommt die Erfahrung ins Spiel, das, was du leider nicht durch Literatur lernen kannst. Es geht darum das Muster mit dem Gewitterlagen ablaufen, zu erkennen. Aktuell befindest du dich noch im Tal der Unwissenheit (Dunning-Kruger-Effekt), ehe du nach ein paar ersten Stormchasing-Touren den Gipfel der Selbstüberschätzung „Jetzt hab ich es verstanden!“ erreichst. Danach kommt dann das Tal der Enttäuschung und die Einsicht, dass es nicht so einfach ist und ab da wirst du wirklich zum Sturmjäger werden. Diese Anekdote mag etwas seltsam wirken, ich habe jedoch bereits viele motivierte Menschen am Anfang ihrer Stormchaser Karriere daran scheitern sehen.

Die erste Spur, die du von einer Gewitterzelle finden wirst, ist auf dem Sattelitenbild. Es gibt auch noch die Möglichkeit, Konvergenzen oder Kaltfronten mit Wetterstationen auszumachen. Das ist aber heutzutage unnötig und gehörte den alten Tagen des Stormchasings an. (Da haben wir aber auch noch im WLAN von McDonalds abgewartet wegen schlechtem Handynetz). Bevor eine Gewitterzelle entsteht, muss zwangsläufig eine Cumuluswolke entstehen, der Anfang jeder größeren Konvektion in der Troposphäre. Ab hier kann es schnell gehen und manchmal entsteht in nur 30min eine Gewitterzelle. In der Regel gibt es aber nicht nur eine Cumuluswolke, sondern ein ganzes Feld von diesen irgendwo im Zielgebiet.

Dies ist der absolut wichtigste Hinweis, um früh an der Zelle zu sein! Dort, wo sich die Cumuluswolken beginnen zu verdichten, wird die Zelle entstehen und du kannst dieses Zielgebiet ansteuern. Leider ist es nicht immer möglich, die Cumuluswolken zu sehen, da andere, höhere Wolken den Blick in der Atmosphäre versperren. In diesem Fall steht dieses Werkzeug nicht zur Verfügung.

Das Niederschlagsradar führt zum Tornado

Die zweite Stufe ist das Niederschlagsradar. Dieses zeigt den Niederschlag in der Atmosphäre. Hier sind uns die Amerikaner technisch weit voraus und verfügen über ein engeres Netz an Radarstationen, die zudem eine höhere Auflösung liefern. Damit ist es möglich, einen Tornado zu finden. Mit dem Radar in Deutschland ist es eher so ein Abschätzen, ob sich an einer Zelle ein Tornado bilden könnte. Daher ist es auch aus diesem Grund viel wichtiger, in die USA zu gehen, um die Gewitter zu jagen.

Irgendwann erscheint auf dem Niederschlagsradar die erste Signatur einer sich bildenden Gewitterzelle: Ein sich verstärkendes Radarsignal, das lokal stark abgegrenzt ist zu seiner Umgebung. Die schlechte Neuigkeit: Meistens entstehen gleich mehrere Gewitterzellen und es ist sehr schwierig genau abzuschätzen, welche dieser Zellen jetzt „der Gerät“ wird und einen Tornado produzieren kann.

Es ist sogar so kompliziert, dass es ein eigenes Buch dazu geben könnte. Daher kann ich an dieser Stelle nur sagen, dass es sehr wichtig ist sich exakt mit der Physik einer Gewitterzelle in der Umgebung in ihrer Atmosphäre auszukennen, um dies einzuschätzen. Für kurzgebundene Empfehle ich mich gerne als Guide während meiner STORMHUNTERS Reise.

Die Blitzortung: Das EKG der Gewitterzelle

Sturmhunters entdecken Blitze in NRW

Die Blitze sind der nächste wichtige Hinweis, die einem ein Gewitter geben kann. Die Blitze sind der EKG einer Gewitterzelle und geben, relativ zu den anderen Gewittern, einen guten Hinweis über den Zustand der Zelle: Wird sie stärker oder schwächer?

Es gibt eine direkte Korrelation zwischen der Anzahl der Blitze pro Zeiteinheit und der durch die Gewitterzelle umgesetzte Energie. Je mehr Energie das Gewitter umsetzt, umso mehr Blitze erzeugt die Zelle. Eine Zunahme der Blitze deutet auf ein Verstärken der Zelle, eine Abnahme auf eine Abschwächung oder gar das Ende der Zelle hin.

Ran an den Tornado!

Eine Gewitterzelle ist groß, ein Tornado ist relativ betrachtet sehr klein, etwa 1% der Größe der Gewitterwolke. Wenn eine Superzelle problemlos 10-30km groß sein kann und ein durchschnittlicher Tornado etwa 100-300m erreicht, muss man genau platziert sein, um diesen zu beobachten.

Das Problem ist die Lebenszeit, die bei den meisten Tornados nur ein paar Minuten beträgt. In dieser Zeit ist es nicht möglich, mit dem Auto näher an den Tornado heranzufahren, um diesen zu sehen. Nachdem sich die Zelle gebildet hat, es sich um eine Superzelle handelt ist es nun wichtig, sich unterhalb der Gewitterzelle dort zu platzieren, wo kalte und warme Luft aufeinandertreffen. Dieser Bereich lässt sich aus der Wolkenstruktur und einem Verständnis für die Tornadogenese erkennen. Du musst dich diesem Bereich dann geschickt über das Straßennetz annähern.

Bevor sich der Tornado bildet, entsteht unterhalb der Aufwindbasis der Superzelle die sogenannte wall cloud, sie kennzeichnet den Bereich sich maximierender Rotation. Im nächsten Schritt beginnt der Tornado als, manchmal unscheinbare, Staubverwirbelungen auf dem Boden, ehe sich ein sichtbarer Schlauch herausbilden kann. Auch dies kann einem einige Minuten Zeit geben, sich exakt zu platzieren.

Die nächsten Faktoren sind die Lichtverhältnisse vor Ort. Damit der Tornado nicht
einfach ein grauer Schlauch in der Ferne ist, gilt es sich auch im richtigen Winkel relativ zu diesem zu platzieren. Das macht dann auch die Erfahrung aus, wie dies richtig klappt!

Bring dich mit dem Tornado nicht um.

Tornado und Blitz

Unerfahrenheit und mangelndes Fachwissen töten alle paar Jahre unerfahrene Stormchaser auf dem Peak des Mount Doom des Dunning-Kruger-Effekts, die denken, sie hätten es verstanden. Es ist möglich auch mit wenig Wissen nah an einen Tornado heranzukommen. Die Kunst ist es aber, die Bewegung der Zelle, die Eigenbewegung des Tornados, die Wolkenstrukturen der Zelle und das Straßennetzt so in Einklang zu bringen, dass man dem Tornado auch entkommen kann. Ich persönlich kann eine befahrbare Mudroad von einer unpassierbaren unterscheiden. Kannst du das?

 

Bevor du nah an Tornados heranfährst, darf es keine größeren Überraschungen während einer Gewitterlage für dich geben. Jede Zelle die sich bildet, die Zelle vor der du stehst und was diese als nächstes macht, dürfen kein Rätsel für dich sein. Du musst das Straßennetz problemlos navigieren können und ruhig bleiben, wenn dein Auto im Hagel zerstört wird oder die Sichtweite im Regen so gering wird, dass man kaum mehr fahren kann. Den Tornado interessiert beides wenig, er kommt dennoch auf dich zu.

Kein Spam! Nur ich kann in der Gruppe Nachrichten senden. Ich informiere Dich, wenn besonderes Fotowetter ansteht: Polarlicht, Abendrot, Gewitter, Sternschnuppen uvm.  Das ganze ist kostenlos und du kannst jeder Zeit aus der Gruppe austreten.

Bastian